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Tuesday, Nov 18. 2008 09:51
Absolut nichts
Eine Verteidigerin des ehemaligen Subregens des Sankt Pöltner Priesterseminars hat schwere Beschuldigungen gegen einen Priester erhoben. Auf Beweise hat sie verzichtet.
(kreuz.net) Felizitas Küble hat in einer gestrigen Aussendung schwere Anschuldigungen gegen den Vizeoffizial des Diözesangerichtes des Bistums Eichstätt, Hw. Alexander Pytlik, vorgebracht.

Frau Küble ist Leiterin des Münsteraner Christoferuswerkes.

Es handelt sich um einen gemeinnützigen Verein in Münster, der seit 1971 der Förderung der christlichen Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland dient.

In der gestrigen Pressemeldung äußerte sich Frau Küble zur Einsetzung des ehemaligen Subregens des Sankt Pöltner Priesterseminars, Hw. Wolfgang Rothe, als Altenheim-Seelsorger in München.

Diese Ernennung löste nach einer ersten Meldung auf der antikirchlichen Webseite ‘Spiegel Online’ ein beachtliches mediales Echo aus.

Die Münchner ‘Abendzeitung’ beschuldigte Hw. Rothe sogar der Homo-Unzucht und veranstaltete deswegen eine Jagd auf ihn.

In ihrer Aussendung nennt Frau Küble, ohne Beweise anzuführen, auch den angeblichen Schuldigen “hinter der jüngsten Medienkampagne gegen Hw. Rothe”:

“Nicht wenige vermuten den Eichstätter Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik, der früher als Rechtsberater von Bischof Klaus Küng tätig war und von jeher als Rothes »Intimfeind« gilt” – erklärte sie:

“Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnten diziplinarische Konsequenzen die Folge sein.”

Der beschuldigte Vizeoffizial reagierte auf diese Anschuldigungen mit einem Email an Frau Küble. Es trägt den Titel: “Erste und letzte Aufforderung zur Rücknahme Ihrer Hetze”.

Der Priester teilt seiner Anklägerin mit, deren Mail-Massenaussendung über einen Pfarrer erhalten zu haben – “in der Sie ohne jeglichen Anhaltspunkt meinen Namen benennen.”

Hw. Pytlik fordert Frau Küble “hiermit erstmals und auch letztmals” auf, die Beschuldigung “umgehend richtigzustellen und meinen Namen auszuklammern.”

“Ihre Vermutung ist einmal mehr unzutreffend. Ich habe mit dem Medieninteresse am Fall Rothe aufgrund der Entsendung nach München absolut nichts zu tun.”
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Friday, Nov 21. 2008 22:47
kritischerbeobachter: kath.net hat neueste Details parat:
Wolfgang Rothe und ‘falsche Tatsachenbehauptungen’

http://www.kath.net/detail.php?id=21396
Thursday, Nov 20. 2008 10:25
wolfgang e.: Freud stich hier nicht, lieber agnosti,
denn Freud hat selbst erstaunt festgestellt dass ein freiwillig gelebter Zölibat zu keinerlei Psychosen führt.

Verzicht auf sexuelle Betätigung muss ja nicht Unterdrückung sein. Unterdrückung wäre tatsächlich weniger gut.

Ein Problem wird der Zölibat vor allem bei Menschen, die sich dem Priestertum zuwenden, weil sie mit ihrer Sexualität nicht ganz zurande kommen (nach dem Motto: Heiraten kann ich eh nicht, da werde ich halt gleich Priester).

Deswegen muss die Kirche bei allen sexuellen “Auffälligkeiten”, zu denen eben auch die Homosexualität gehört (das ist nicht wertend gemeint) sehr vorsichtig sein. Zu recht, wie man in St. Pölten sieht.

Um JoBerens gleich vorweg zu antworten: Nein, es gibt kein Pflichtzölibat. Niemand wird gezwungen, Priester zu werden.
Wednesday, Nov 19. 2008 18:25
agnosti: Arme kleine Homo-Priester!
Ich würde sagen, der Klerus hat ein sehr ambivalentes Verhältnis zur Sexualität. Offiziell entsagt er ihr, muss ihr entsagen, weil es generalstabsmässig so befohlen wird von Rom. Es findet eine zwanghafte Triebunterdrückung, wie es Siegmund Freud wohl sagen würde, statt; das Verhängnis für die Katholen ist nur, dass sich Triebe nicht unterdrücken lassen; sie brechen sich Bahn und züchtigen leider dieses schrecklichste aller Verbrechen, das sie zumindest nach außen und offiziell zu bekämpfen suchen: Kindesmissbrauch.
Also lasst den armen Roth und die Seminaristen in Ruhe. Die armen homo-Priester sind alle erwachsen!
Wednesday, Nov 19. 2008 10:55
wolfgang e.: @ Berengeria
jeder normale Christ denkt so

Ich kann mir ja durchaus vorstellen, dass Sie das, was Sie behaupten, auch wirklich glauben (manchmal hat man so seine fixen Ideen, von denen man nicht loskommt, selbst wenn die Beweislast sich immer mehr in die andere Richtung neigt…)

Aber normal ist das nicht mehr.

Abgesehen davon, wieso sollte aus irgendeinem Grund Bischof Küngs Bischofsitz wackeln? (Ein Bischofsitz, den er genaugenommen nie haben wollte. Ist es etwa ein “Karrieresprung”, wenn man als Bischof von Feldkirch nach St.Pölten wechselt? Was ist schon St.Pölten?)

Liebe Frau Dr., wann sehen Sie endlich ein, dass Sie gegen Windmühlen kämpfen?

Die kreuz.net-Redaktion würde ich bitten, die Berichterstattung über Dr. Rothe einzustellen und den Mann in Ruhe zu lassen. Es bringt nichts (außer Leserzahlen. Und das ist ja nicht das eigentliche Ziel von kreuz.net, oder?
Wednesday, Nov 19. 2008 09:42
Berengeria: @ für die Kirche
Ihr Schluß ist logisch und korrekt, jeder normale Christ denkt so.
Bischof Küng weiß genau, daß es keinen Sex-Skandal gegeben hat. Aber: Sobald er sagt, daß es keinen gegeben hat, wackelt sein Bischofsstuhl, weil die Absetzung von Bischof Krenn nicht mehr gerechtfertigt ist. Alles klar?
Tuesday, Nov 18. 2008 22:54
Seminarist: Removed by the editor
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