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Friday, Nov 14. 2008 18:08
Das tragische Ende einer Kirche
Alles begann mit einem Juden und Ordensgründer, der in Christus wiedergeboren wurde. Jetzt ziehen Juden ein, die vom Licht des Evangeliums nichts wissen wollen.
Das später abgebrannte romanisch-gotische Stift St. Guido auf dem Weidenberg - wo 1930 die St. Guido Kirche errichtet wurde.
Das später abgebrannte romanisch-gotische Stift St. Guido auf dem Weidenberg – wo 1930 die St. Guido Kirche errichtet wurde.
(kreuz.net) Am vergangen Sonntag wurde in Speyer der Umbau der katholischen Kirche St. Guido zu einer jüdischen Synagoge offiziell begonnen.

Anwesend waren der SPD-Ministerpräsident Kurt Beck von Rheinland-Pfalz, Bischof Karl-Heinz Wiesemann von Speyer und Rabbiner Mendel Gurewitz von Offenbach.

Das berichtete die Webseite der Diözese Speyer.

Die Juden hatten für die geplante Synagoge nach einer historischen Fläche gesucht. Sie entschieden sich schließlich für die Kirche, da diese einen sakralen Rahmen bietet.

Der Entwurf für die Synagoge stammt vom Architekten und Synagogenbauer Alfred Jacoby aus Frankfurt.

Die Synagoge wird im ehemaligen Chorraum der Kirche entstehen.

Aus dem einstigen Kirchenschiff und den Räumlichkeiten im Untergeschoß werden Gemeinderäume.

Die Kosten für den Bau mit einer Fläche von insgesamt rund 400 Quadratmetern betragen rund 2,5 Millionen Euro.

Die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz übernimmt mit 750.000 Euro knapp einen Dritte. Der Rest, jeweils 875.000 Euro wird vom Land Rheinland-Pfalz und von der Stadt Speyer bezahlt.

In der Summe sind der Kaufpreis des Gebäudes sowie ein finanzieller Zuschuß enthalten.

Die Kirche St. Guido hat eine glorreiche, jetzt zuendegehende, historische Vergangenheit. Im Mittelalter befand sich hier eines der vier großen geistlichen Stifte der Stadt Speyer.

Im Jahr 1689 zerstörten die Franzosen die Kirche.

Nach dem Wiederaufbau stürzte 1754 einer der Türme ein. 1794 wurde das Stift von französischen Revolutionstruppen erneut geplündert. 1822 fiel der letzte Turm der Spitzhacke zum Opfer. Im Jahr 1839 gab ein Brand der Kirche den Rest.

Einen Neuanfang markierte das Jahr 1922. Damals entstand an dem Ort durch den Umbau eines Tabakmagazins das Missionshaus St. Guido.

Es diente dem Missionsorden der Spiritanerpatres als Studienanstalt. Die Spiritaner wurden von dem elsässischen Rabbinersohn und Konvertiten, Pater François Libermann († 1852), gegründet.

Der Gründer der Priesterbruderschaft Sankt Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991), gehörte diesem Orden an.

Im Jahr 1930 kehrte ein Teil der Guido-Reliquien an den Ort zurück. 60.000 Menschen säumten den Prozessionsweg. Die Firma Siemens hatte dazu ihre erste Lautsprecheranlage entlang der Straßen installiert.

Im Jahr 1935 wurde die neue St.-Guido-Kirche eingeweiht.

Nach dem Zweiten Vatikanum wurde der Chorraum – der jetzt eine Synagoge wird – im Sinne der damals grassierenden liturgischen Moden verwüstet.

Den Mahltisch – der jetzt endgültig ausgedient hat – konsekrierte am 18. November 1968 der damalige Bischof Friedrich Wetter. Im jüdischen Gottesdienst gibt es keine Liturgie “zum Volk hin”.

Der nachkonziliäre Einbruch zwang die konzilsbewegten Spiritaner im Jahr 1991 zur Aufgabe des Missionshauses.

Neue Eigentümerin wurde die Diözese Speyer. Diese benützte die Baulichkeiten noch einige Jahr als Übergangswohnheim für Asylsuchende.

Die St.-Guido-Kirche wurde geschlossen.
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Sunday, Nov 16. 2008 02:55
pneumat: Die im Westen verbreiteten Übersetzungen der Schrift
sind oft ungenau. Das Beispiel:
Off 2:9 Ich weiß deine Werke und deine Trübsal und deine Armut (du bist aber reich) und die Lästerung von denen, die da sagen, sie seien Juden, und sind’s nicht, sondern sind des Satans Schule
Im griechischen Original aber nicht Schule sondern Synagoge- συναγωγή).
Saturday, Nov 15. 2008 22:29
Galatea: Genau, Herr Leblhuber,
das war mein Einwurf, und nichts anderes.

Schön, dass Sie zur Diskussion zurückgefunden haben.

Und hörens auf, mich zu beschimpfen. Ich bin gewiss kein “Nasenmensch”.

Im Gegenteil. Ich höre sogar Ihnen zu.
Saturday, Nov 15. 2008 22:24
Leblhuber: @Galatea:
Es ist sehr betrüblich, wenn Christen ihre Kirchen hergeben. Falls diese Betrübnis bereits antisemitisch ist, bitte um Rückmeldung.
Mir kommen gleich die Tränen!

Jetzt habe ich wirklich genug von dir! Du bist ja noch verbohrter, als ich dachte. Da ist ja Joberens ein Goldkind dagegen.

Dass Christen Kirchen jahrelang nicht nutzen, kann durchaus betrüblich sein. Dass sie sie dann schlussendlich verkaufen auch!

Aber darum geht es Dir nicht!

Du polemisierst gegen die Synagoge in Speyer und gegen jene zugezogenen Juden, die mit staatlichen Mitteln gerade dort, wo die 1000-jährige Kultur des Judentums bereits ausgelöscht war, jüdisches Leben wiedererstehen lassen!

Das ist der Punkt und nichts anderes!

Genauso agitierst du gegen DIE ZEIT und weißt nicht einmal, dass es sich um eine Wochenzeitung handelt.

Aber gegen Joberens hetzt du genüsslich!

Sprich mich nicht mehr an. Das erspart dir Blamage und Ärger!
Saturday, Nov 15. 2008 21:55
Galatea: Herr Leblhuber, also das stimmt doch nicht.
Sie können nicht wissen, wieviel Ahnung ich über welchen Sachverhalt habe.

Es ist sehr betrüblich, wenn Christen ihre Kirchen hergeben.
Falls diese Betrübnis bereits antisemitisch ist, bitte um Rückmeldung.

Es ist, vice versa, für Menschen, die hierherzitiert werden, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen, zunächst einmal eine Freude, so gut aufgenommen zu werden.

Bitte, Herr Leblhuber, stellen doch Sie sich einmal nicht blöd. Und unterschätzen die Kompetenz Ihrer Angesprochenen.

lg.
Saturday, Nov 15. 2008 21:41
Leblhuber: @Galatea:
Ich möchte Sie aber darauf hinweisen, dass ich den jüdischen Glauben, mit dem ich mich sicherlich weniger auskenne als Sie, mit Sicherheit nicht in Frage gestellt habe. Umso schockierender fand ich Ihre Einlassung auf meinen Einwurf.
Es ging auch nicht um den jüdischen Glauben!

Stellen Sie sich nicht dumm! Es ging darum, dass aus einer jahrelang ungenützten Kirche eine Synagoge wird und dass dazu staatliche Mittel eingesetzt werden.

Ob meine Einlassung Sie schockiert, ist mir herzlich egal. Aber tun Sie nicht so, als ob Sie zu Unrecht angesprochen worden wären.

Sie haben keine Ahnung von messianischen Juden!
Sie haben keine Ahnung vom Shtetl.
Sie haben keine Ahnung von der Geschichte derJuden in Deutschland.
Sie haben keine Ahnung von jenen zugewanderten Juden, die die jüdische Kultur weitertragen wollen.

Aber Sie polemisieren gegen die Synagoge von Speyer!

Nichts gegen Synagogen, wirklich nicht. Aber hier wird ein Schauspiel geboten, dass seinesgleichen sucht. Das haben Sie geschrieben!

Auch Ihre Antwort lässt auf wenig Einsicht schließen.

Auf keines meiner Argumente gehen Sie ein. Aber das hat bei kreuz.net-Adepten durchaus Methode.
Saturday, Nov 15. 2008 21:16
Galatea: Sehr geehrter Herr Leblhuber,
ich möchte mich auch nicht mit Ihnen streiten. Ihr Interesse und Ihr Wissen bzgl. der jüdischen Religion und Kultur ist nicht unerheblich.

Ich möchte Sie aber darauf hinweisen, dass ich den jüdischen Glauben, mit dem ich mich sicherlich weniger auskenne als Sie, mit Sicherheit nicht in Frage gestellt habe. Umso schockierender fand ich Ihre Einlassung auf meinen Einwurf.

Nicht gerade an Sie gerichtet: wie weit ist es denn überhaupt her mit Wissen?
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