Ein Feldherr wie ich
Was ist das für eine Freiheit, die als Triumphzeichen abgehackte Köpfe mitführt? Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Bis heute behaupten die an deutschen Schulen verwendeten Geschichtsbücher, daß die Erstürmung
des königlichen Gefängnisses ‘Bastille’ am 14. Juli 1789 das Fanal der Französischen Revolution gewesen
wäre.
In Wahrheit wurde das festungsähnliche Gefängnis nie erstürmt. Der Kommandant übergab es mit Zustimmung der Besatzung kampflos einer bewaffneten Delegation der Stadtregierung.
Gleichzeitig versprachen die städtischen Delegierten den Offizieren und Soldaten der Bastille freies Geleit.
Doch auf dem Weg zum Rathaus ermordete der von Jakobinern aufgehetzte Pariser Pöbel mehrere Wachsoldaten – unter ihnen auch den Kommandanten.
Seine Leiche wurde durch die Gosse geschleift. Schließlich hackte ein Metzgergeselle dem geschändeten Leichnam das Haupt ab.
Dann zog der Pöbel – voran ein Stangenträger mit dem abgeschlagenen Kopf des Kommandanten – stundenlang durch Paris.
Bei dem Zug der 5000 Marktfrauen am 5. Oktober 1789 ließ man diese revolutionäre Tradition erneut hochleben. Man führte die abgehackten Köpfe von zwei Wachsoldaten als Triumphzeichen der Freiheit mit.
Nichts als Blut und Leichen
Inzwischen proklamierte die Französische Nationalversammlung das Eigentum als ein “unverletzliches und heiliges Recht”.
Doch nur zwei Monate später beschloß die gleiche Versammlung, das Eigentum der Kirche zum Wohle der Staatsklasse zu rauben.
Auch das Eigentum geflüchteter Adliger wurde eingezogen und an die Großbourgeoisie versteigert.
Mit Liedern und Haßreden hetzte der jakobinische Salonpöbel zu Mord und Totschlag auf: Hängt die Aristokraten und Kleriker an den Laternenpfählen auf.
Der aus der Schweiz stammende Jakobiner und Freimaurer Jean-Paul Marat († 1793) gab an die Massen die Parole aus: “Laßt hinter euch nichts als Blut und Leichen!”
Der aufgehetzte Pöbel stürmte daraufhin die staatlichen Gefängnisse und metzelte 1.500 Gefangene nieder – darunter 300 eidverweigernde Priester und drei Bischöfe.
Revolutionsführer Georges Danton († 1794) rechtfertigte als regierender Justizminister diese Mordaktion als angebliche Notwehr des Staates: Die Gefangenen hätten potentielle Staatsverräter sein können. Innerlich war Danton allerdings zerrissen.
Die Vernunft als Prostituierte
In Georg Büchners († 1837) Drama “Dantons Tod” fragt der Protagonist: “Was ist das, was in uns und aus uns heraus mordet und stiehlt, lügt und hurt?”
Der Satz ist eine Anspielung auf das Jesuswort, wonach alle bösen Gedanken wie Mord und Diebstahl, Lüge und Ehebruch aus dem Innern des Menschen kommen.
Die anderen Revolutionsführer neben Danton bekämpften die Zehn Gebote und die Naturrechtsethik. Für sie war die Moral eine Sklavin des Allgemeinwohls. Sie mußte sich auch vor diesem rechtfertigen.
Der Traum der Vernunft verwandelte sich in einen Albtraum und Kulturkampf.
Antichristliche Fanatiker zerstörten die christlichen Kulturdenkmäler Frankreichs. Der Sonntag und christliche Festtage wurden abgeschafft. Städte, die Heilige in ihrem Namen trugen, wurden umbenannt.
Mit der Zerstörung des Christentums wollte man dem Menschen auch Gott und die Gebote aus dem Herzen reißen.
An die Stelle Gottes setzten die diabolischen Revolutionäre die “Göttin der Vernunft” – meistens von einer Prostituierten dargestellt.
Die Partei, die Partei, die hat immer recht
Das war kein Zufall. Denn die Vernunft war für die französische Aufklärung eine Hure, die den Politikern und dem totalitären Staat zu Diensten sein sollte:
● Nur was dem Staat, der Partei und dem Volk nützte, galt als wahr und gut. Alles andere wurde als volksfeindliche Propaganda bekämpft.
● Das Recht diente nicht mehr dem Schutz des Eigentums und der Abwehr von Diebstahl. Eigentum sei nur nach dem Maß der “eigenen Bedürfnisse” gut, alles andere sei Diebstahl – beschlossen die Jakobiner im Jahr 1792.
● Über Ehe, Treue, Familie und Nächstenliebe kübelten sie Dreck und Häme aus.
● Der Kampf gegen das Menschenrecht auf Leben machte die revolutionären Massenmorde möglich.
Das Ausmaß der revolutionären Menschenverachtung offenbart der jakobinische Krieg gegen die katholische Bevölkerung der Vendée.
Ich habe sie alle abgeschlachtet
Dort wütete der später guillotinierte Revolutionsgeneral François-Joseph Westermann († 1794). Nach dem Völkermord in der Vendée rühmte er sich:
“Die Vendée starb unter unseren Säbeln mit ihren Frauen und Kindern. Ich habe die Kinder unter den Hufen meiner Pferde zertreten und die Frauen niedergemetzelt.”
Oder: “Ich muß mir nicht vorwerfen, Gefangene gemacht zu haben. Ich habe sie alle abgeschlachtet.”
Das war auch der Geist von Napoleon Bonaparte († 1821). Er sagte nach dem Tod von 600.000 Soldaten bei dem Feldzug gegen Rußland:
“Ein Feldherr wie ich schert sich wenig um das Leben einer Millionen Menschen.”
Terror und Grausamkeit ohne Ende wurden von Wladimir Lenin († 1924), Josef Stalin († 1953) und Adolf Hitler († 1945) fortgeführt. Heute widerhallen sie in der millionenfachen Abtreibungsgewalt gegen ungeborene Kinder.
Ihren Ursprung haben diese Barbareien in der Pervertierung der Vernunft während der Französischen Aufklärung.
Darum ist die Französische Revolution, ihr Kampf gegen Gott und Gebote und ihre skrupellose Nützlichkeitsmoral der Zivilisationsbruch der abendländischen Geschichte.
In Wahrheit wurde das festungsähnliche Gefängnis nie erstürmt. Der Kommandant übergab es mit Zustimmung der Besatzung kampflos einer bewaffneten Delegation der Stadtregierung.
Gleichzeitig versprachen die städtischen Delegierten den Offizieren und Soldaten der Bastille freies Geleit.
Doch auf dem Weg zum Rathaus ermordete der von Jakobinern aufgehetzte Pariser Pöbel mehrere Wachsoldaten – unter ihnen auch den Kommandanten.
Seine Leiche wurde durch die Gosse geschleift. Schließlich hackte ein Metzgergeselle dem geschändeten Leichnam das Haupt ab.
Dann zog der Pöbel – voran ein Stangenträger mit dem abgeschlagenen Kopf des Kommandanten – stundenlang durch Paris.
Bei dem Zug der 5000 Marktfrauen am 5. Oktober 1789 ließ man diese revolutionäre Tradition erneut hochleben. Man führte die abgehackten Köpfe von zwei Wachsoldaten als Triumphzeichen der Freiheit mit.
Nichts als Blut und Leichen
Inzwischen proklamierte die Französische Nationalversammlung das Eigentum als ein “unverletzliches und heiliges Recht”.
Doch nur zwei Monate später beschloß die gleiche Versammlung, das Eigentum der Kirche zum Wohle der Staatsklasse zu rauben.
Auch das Eigentum geflüchteter Adliger wurde eingezogen und an die Großbourgeoisie versteigert.
Mit Liedern und Haßreden hetzte der jakobinische Salonpöbel zu Mord und Totschlag auf: Hängt die Aristokraten und Kleriker an den Laternenpfählen auf.
Der aus der Schweiz stammende Jakobiner und Freimaurer Jean-Paul Marat († 1793) gab an die Massen die Parole aus: “Laßt hinter euch nichts als Blut und Leichen!”
Der aufgehetzte Pöbel stürmte daraufhin die staatlichen Gefängnisse und metzelte 1.500 Gefangene nieder – darunter 300 eidverweigernde Priester und drei Bischöfe.
Revolutionsführer Georges Danton († 1794) rechtfertigte als regierender Justizminister diese Mordaktion als angebliche Notwehr des Staates: Die Gefangenen hätten potentielle Staatsverräter sein können. Innerlich war Danton allerdings zerrissen.
Die Vernunft als Prostituierte
In Georg Büchners († 1837) Drama “Dantons Tod” fragt der Protagonist: “Was ist das, was in uns und aus uns heraus mordet und stiehlt, lügt und hurt?”
Der Satz ist eine Anspielung auf das Jesuswort, wonach alle bösen Gedanken wie Mord und Diebstahl, Lüge und Ehebruch aus dem Innern des Menschen kommen.
Die anderen Revolutionsführer neben Danton bekämpften die Zehn Gebote und die Naturrechtsethik. Für sie war die Moral eine Sklavin des Allgemeinwohls. Sie mußte sich auch vor diesem rechtfertigen.
Der Traum der Vernunft verwandelte sich in einen Albtraum und Kulturkampf.
Antichristliche Fanatiker zerstörten die christlichen Kulturdenkmäler Frankreichs. Der Sonntag und christliche Festtage wurden abgeschafft. Städte, die Heilige in ihrem Namen trugen, wurden umbenannt.
Mit der Zerstörung des Christentums wollte man dem Menschen auch Gott und die Gebote aus dem Herzen reißen.
An die Stelle Gottes setzten die diabolischen Revolutionäre die “Göttin der Vernunft” – meistens von einer Prostituierten dargestellt.
Die Partei, die Partei, die hat immer recht
Das war kein Zufall. Denn die Vernunft war für die französische Aufklärung eine Hure, die den Politikern und dem totalitären Staat zu Diensten sein sollte:
● Nur was dem Staat, der Partei und dem Volk nützte, galt als wahr und gut. Alles andere wurde als volksfeindliche Propaganda bekämpft.
● Das Recht diente nicht mehr dem Schutz des Eigentums und der Abwehr von Diebstahl. Eigentum sei nur nach dem Maß der “eigenen Bedürfnisse” gut, alles andere sei Diebstahl – beschlossen die Jakobiner im Jahr 1792.
● Über Ehe, Treue, Familie und Nächstenliebe kübelten sie Dreck und Häme aus.
● Der Kampf gegen das Menschenrecht auf Leben machte die revolutionären Massenmorde möglich.
Das Ausmaß der revolutionären Menschenverachtung offenbart der jakobinische Krieg gegen die katholische Bevölkerung der Vendée.
Ich habe sie alle abgeschlachtet
Dort wütete der später guillotinierte Revolutionsgeneral François-Joseph Westermann († 1794). Nach dem Völkermord in der Vendée rühmte er sich:
“Die Vendée starb unter unseren Säbeln mit ihren Frauen und Kindern. Ich habe die Kinder unter den Hufen meiner Pferde zertreten und die Frauen niedergemetzelt.”
Oder: “Ich muß mir nicht vorwerfen, Gefangene gemacht zu haben. Ich habe sie alle abgeschlachtet.”
Das war auch der Geist von Napoleon Bonaparte († 1821). Er sagte nach dem Tod von 600.000 Soldaten bei dem Feldzug gegen Rußland:
“Ein Feldherr wie ich schert sich wenig um das Leben einer Millionen Menschen.”
Terror und Grausamkeit ohne Ende wurden von Wladimir Lenin († 1924), Josef Stalin († 1953) und Adolf Hitler († 1945) fortgeführt. Heute widerhallen sie in der millionenfachen Abtreibungsgewalt gegen ungeborene Kinder.
Ihren Ursprung haben diese Barbareien in der Pervertierung der Vernunft während der Französischen Aufklärung.
Darum ist die Französische Revolution, ihr Kampf gegen Gott und Gebote und ihre skrupellose Nützlichkeitsmoral der Zivilisationsbruch der abendländischen Geschichte.
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Tuesday, Nov 18. 2008 19:32
Benedikt: @ Hesse
Welcher Papst hat sie widerrufen? … keiner. Muss neuerding irgendwas was ein Papst sagt von mehreren
Päpsten danach “bestätigt” werden, damit es rechtskräftig wird?
Das nicht. Aber in 2000 Jahren sammelt sich alles mögliche an. Wenn das nur einmal geäußert wurde, dann kann es keine feststehende Lehrmeinung sein.
Das nicht. Aber in 2000 Jahren sammelt sich alles mögliche an. Wenn das nur einmal geäußert wurde, dann kann es keine feststehende Lehrmeinung sein.
Sunday, Nov 16. 2008 20:19
Kreuzfidel: Marquis de Sade
Kleiner Beitrag: Vor der “Erstürumgung” war ein gewisser Marquis de Sade inhaftiert. Trotz Nähe zum
Königshaus trieb wurde er doch endlich eingesperrt – er trieb’s einfach zu kriminell – kann man ja alles
nachlesen.
Das Gefängnis war bestens ausgestattet, er hatte weiter seine Perversitäten, nur halt hinter Gittern.
Nun, es wurde ihm fad, so nahm er sich einen Sprach Trichter, und rief aus einen Fenster hinuter auf die Straße, und machte sich einen Spaß, die Menschen gegen die Regierung aufzuhetzen. Er konnte gut reden, und die Menschen glaubten ihm die Schauermärchen über die schlechte Behandlung – es rottetn sich immer mehr Menschen zusammen – denn es war ein köstliches Schauspiel. Es waren schon so viele Menschen, dass der Marquis verlegt wurde – aber die Menschen kamen weiter, und so ist es zum Treppenwitz der Geschichte geworden, das ein leeres Gefängnis gestürmt wurde – mit Lug und Trug!
Aber es passt zur Rest Revolution
Quelle:
Erik von Kuehnelt-Leddihn,Luftschlösser, Lügen und Legenden Wien/München, Herold 1972
Das Gefängnis war bestens ausgestattet, er hatte weiter seine Perversitäten, nur halt hinter Gittern.
Nun, es wurde ihm fad, so nahm er sich einen Sprach Trichter, und rief aus einen Fenster hinuter auf die Straße, und machte sich einen Spaß, die Menschen gegen die Regierung aufzuhetzen. Er konnte gut reden, und die Menschen glaubten ihm die Schauermärchen über die schlechte Behandlung – es rottetn sich immer mehr Menschen zusammen – denn es war ein köstliches Schauspiel. Es waren schon so viele Menschen, dass der Marquis verlegt wurde – aber die Menschen kamen weiter, und so ist es zum Treppenwitz der Geschichte geworden, das ein leeres Gefängnis gestürmt wurde – mit Lug und Trug!
Aber es passt zur Rest Revolution
Quelle:
Erik von Kuehnelt-Leddihn,Luftschlösser, Lügen und Legenden Wien/München, Herold 1972
Sunday, Nov 16. 2008 15:59
wunderkind3: hecker
da ich mir nicht alle 62 lesermeinungen durchlesen möchte, weis ich nicht ob folgendes schon geschrieben
wurde:
ihre darstellungen des sturm auf die bastille sind falsch.
es ist sehr einfach dies herraus zu finden.
wo beziehen sie also ihre informationen her?
ihre darstellungen des sturm auf die bastille sind falsch.
es ist sehr einfach dies herraus zu finden.
wo beziehen sie also ihre informationen her?
Sunday, Nov 16. 2008 09:51
Dr. Schlämmer: @ Confiteor
Die Französische Revolution hat eine neue Epoche des Denkens eingeleitet, die Menschenrechte formuliert,
durch sie hat sich auf der Basis von Montesquieu die Gewaltenteilung im Staat durchgesetzt.
Ich finde Ihre These interessant. Sie wird ja auch immer wieder vertreten: die Revolution als das Urereignis und Auslöser von Emanzipation und der Durchsetzung der Menschenrechte.
Meiner Meinung nach ist das sehr stark die Legende der Nachgeborenen und die Ideologie der revolutionären Henker selbst. Bezeichnend ist, dass die Früchte der hochgepriesenen Revolution über Jahrhunderte hinweg nur Mord und Totschlag waren.
Meine These ist eine andere: Wenn es ein Urereignis und
einen wirklichen Auslöser einer ernsthaften Durchsetzung von Gewaltenteilung und Menschenrechten gegegeben hat, so waren dies die Schrecken und das Ende des Zweiten Weltkrieges. Erst dieses Ereignis hat uns in Europa die Vorzüge von Demokratie und Menschenrechten wahrhaft überzeugend gemacht.
Der totale Staat hat uns geläutert, nicht die Macht von Aristokraten und der Kirche. Dass gerade Sozialisten die Französische Revolution gerne verklären, sollte uns aufhorchen lassen.
Ich finde Ihre These interessant. Sie wird ja auch immer wieder vertreten: die Revolution als das Urereignis und Auslöser von Emanzipation und der Durchsetzung der Menschenrechte.
Meiner Meinung nach ist das sehr stark die Legende der Nachgeborenen und die Ideologie der revolutionären Henker selbst. Bezeichnend ist, dass die Früchte der hochgepriesenen Revolution über Jahrhunderte hinweg nur Mord und Totschlag waren.
Meine These ist eine andere: Wenn es ein Urereignis und
einen wirklichen Auslöser einer ernsthaften Durchsetzung von Gewaltenteilung und Menschenrechten gegegeben hat, so waren dies die Schrecken und das Ende des Zweiten Weltkrieges. Erst dieses Ereignis hat uns in Europa die Vorzüge von Demokratie und Menschenrechten wahrhaft überzeugend gemacht.
Der totale Staat hat uns geläutert, nicht die Macht von Aristokraten und der Kirche. Dass gerade Sozialisten die Französische Revolution gerne verklären, sollte uns aufhorchen lassen.
Saturday, Nov 15. 2008 17:36
Confiteor: Der kleine Unterschied
Da gibt es noch die Royals, nach wie vor…
Saturday, Nov 15. 2008 07:27
Dr. Guillotin: War die Französische Revolution notwendig?
In Großbritannien gab es sie nicht. Und was ist dort anders?
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