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Monday, Nov 10. 2008 09:07
Ein flexibler Linker
Vor drei Monaten feierte ein Bischof eine Pontifikalvesper im Alten Ritus. Jetzt hat er eine Lanze für die Priesterehe gebrochen.
Bischof Malcolm McMahon hielt im August eine Pontifikalvesper im Alten Ritus.
Bischof Malcolm McMahon hielt im August eine Pontifikalvesper im Alten Ritus.
(kreuz.net) “Es gibt keinen Grund, warum es Priestern nicht erlaubt sein soll zu heiraten.”

Das erklärte der frühere Dominikanerpater und Bischof von Nottingham in Mittelengland, Mons. Malcolm McMahon (59), vor der Sonntagsausgabe der Londoner Tageszeitung ‘Telegraph’.

Nach Angaben des britischen Journalisten Damian Thompson gehört Mons. McMahon zum linken Flügel der englischen Bischöfe. Gleichzeitig gilt er als Förderer der Alten Messe.

Im August hielt er bei einer Schulung für den Alten Ritus in Oxford eine Pontifikalvesper im Alten Ritus.

Vor dem ‘Telegraph’ bemerkte der Bischof, daß es keine lehrmäßigen Einwände gegen die Priesterehe gäbe.

Geistliche müßten zwar schon seit Jahrhunderten den Zölibat versprechen. Mons. McMahon findet diese Regelung insofern “ungerecht”, als verheiratete anglikanische Prediger nach ihrer Konversion zur Kirche – trotz Ehe – zu katholischen Priestern geweiht werden können.

Diese Regelung, die sich allgemein auf Konvertiten aus dem Protestantismus bezieht, wurde von Papst Pius XII. († 1958) eingeführt.

Nachdem die britischen Anglikaner im Jahr 1994 die Frauenordination eingeführt hatten, bekehrten sich zahlreiche verheiratete anglikanische Prediger zum Katholizismus und wurden anschließend zu Priestern geweiht.

Mons. McMahon erklärt, daß diese Regelung von einigen katholischen Priestern als “unfair” bezeichnet worden sei.

Der Bischof selber begrüßt diese Ausnahmen für Konvertiten. Die ehemaligen Anglikaner würden als katholische Geistlichen ihre große Erfahrung im Familienleben in die Pfarrei einbringen.

Ferner würde die Priesterehe Männern, die sich “nicht zum Zölibat berufen fühlen”, den Weg ins Seminar öffnen – erklärt der Bischof.

Gleichzeitig gab er aber zu, daß die Priesterehe die Berufungskrise nicht lösen würde.

Die Priesterehe sei aber dennoch eine “Frage der Gerechtigkeit” gegenüber den Männern, die beides wollen: heiraten und Priester werden.

Der Bischof wünscht sich die in der Orthodoxie praktizierte und auch dort unverständliche Regelung, wonach Priester vor ihrer Weihe heiraten müßten und nicht als Geweihte heiraten könnten.

Gleichzeitig sprach er davon, abgefallene katholische Priester, die geheiratet haben, wieder in den Dienst zu nehmen.

Zugleich warnt Mons. McMahon, daß ein radikaler Schritt wie die Abschaffung des Zölibats viele Probleme schaffen würde.

Als Beispiel nannte er finanzielle Schwierigkeiten, in welche die Kirche gestürzt würde. Man müsse schon jetzt Kirchen verkaufen, um sich zu finanzieren.

Der ‘Telegraph’ nennt Bischof McMahon als möglichen Nachfolger des Erzbischofs von Westminster, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor (76).

In Großbritannien erwartet man, daß Kardinal Murphy O’Connor am Anfang des nächsten Jahres zurücktritt. Er soll offenbar Mons. McMahon als seinen Nachfolger unterstützen.

In Rom haben flexible Linke seit Jahren beste Chancen, zu Bischöfen ernannt zu werden.
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Sunday, Nov 16. 2008 17:48
pascals neffe: Pascal lebt!
Ja, er lebt (nicht nur der alte Holzmichel!), freilich in den himmlischen Gefilden. Ich werde mir Mühe geben, hin und wieder (bin ziemlich mit Gedanken-Splitter-Sammeln beschäftigt!) eine seiner “Pensées” zu übermitteln.
Sonntägliche Grüße
Pascals Neffe
Sunday, Nov 16. 2008 17:34
Marge Simpson: Wie jetzt???
Der Pascal ist auch von uns gegangen?
Da waren die aber ganz schön fleißig, meinen Mann hats ja auch erwischt. Schön, dass sein Neffe jetzt hier ist!!!
Sunday, Nov 16. 2008 17:31
pascals neffe: Hallo Confiteor
Habe gerade mit meinem, nun ja, berühmten Onkel gesprochen. Er sagte, dort wo er jetzt ist, ist es schöner. Also, sorry, keine Chance! Doch, so fuhr er fort, er ist stolz auf mich!
Grüße aus den Gedankenwelten
Pascals Neffe
Sunday, Nov 16. 2008 17:19
Confiteor: Hallo Neffe
grüßt Du bitte Deinen lieben Onkel von mir und sag’ ihm bitte, dass ich mich freue, wenn er wieder herkommt. Dann kannst Du doch auch hierbleiben, wenn es Dir gefällt…
Sunday, Nov 16. 2008 17:16
pascals neffe: Zeltmacher Paulus
Natürlich kann man sich mehr “glaubenstreuen zölibatären Priesternachwuchs” wünschen. Noch besser ist es allerdings, den Tatsachen ins Auge zu blicken. Und die Tatsache, dass in vielen Gegenden Priester in drei oder vier Gemeinden “Seelsorge” betreiben müssen, schreit nach neuen Zugangswegen. Warum also nicht auch (“auch”!) nebenberufliche Priester? Hat Paulus nicht seinen Lebensunterhalt als Zeltmacher verdient? Vielleicht hat ihm gerade das den Blick für Realitäten und für Über-Realitäten geschärft?
Fragt und grüßt
Pascals Neffe
Friday, Nov 14. 2008 17:33
Marcelus: @pascals neffe: Die Römisch-Katholische Kirche weiht bereits seit Jahrhunderten Verheiratete zu
Priestern, nämlich in der Ostkirche,
und in der Westkirche immerhin in einer päpstlichen Dauerdispens seit Papst Pius XII. (Papst der D.E.G.K.-Jahre 1939-1958 bzw. der Jahre 6 vor bis 14 nach UNO-Gründung), nämlich wenn der römisch-katholische Priesterweihekandidat vorher christlicher Sektengeistlicher war.

Wo es aber glaubenstreue katholische Gemeinden gibt, dort gibt es auch ausreichend zölibatären Priesternachwuchs, der immer und voll und ganz dem Christus- und Kirchendienst zur Verfügung steht,
wie wir an den PBSPX- und artverwandten Gemeinden auch heute noch sehen, auch im Opus Dei.
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