Unbeschwert feiern und diskutieren
Durch das Bezweifeln oder Leugnen eines einzigen Glaubenssatzes hört man auf, katholisch zu sein. Von Sedisvakantisten-Pater Rolf Hermann Lingen, Dorsten.
(kreuz.net) In den Predigtempfehlungen des Römischen Katechismus zum Evangelium über das Schifflein
Christi heißt es:
“Unter die vielen Symbole, welche die Kirche vorstellen, gehört auch das Schifflein. In seinem Zusammenhang kann der Pfarrer von der katholischen Kirche und von den Merkmalen handeln, an denen sie erkenntlich ist.”
Der Katechismus betont nachdrücklich die Gründe, weshalb es so wichtig ist, daß der Pfarrer dem Volk über die wahre Kirche predigt:
“Erstens haben die Propheten klarer und unverhüllter von der Kirche, als von Christus gesprochen, da sie vorhersahen, daß hierin weit mehrere irren und getäuscht werden könnten, als in dem Geheimnisse der Menschwerdung.
Denn es sollten Gottlose auftreten, die nach Art des Affen, der einen Menschen vorstellen will, sich allein als Katholiken bekennen und ebenso ruchlos als anmaßend behaupten, bei ihnen allein sei die katholische Kirche”
In der Tat: Entgegen weit verbreiteter Propaganda ist “römisch-katholische Kirche” kein Aufkleber, der nach Belieben verteilt oder verweigert werden kann.
Ein Beispiel: Im Jahr 1328 ließ sich Ludwig IV. von Bayern († 1347) in Rom zum Kaiser krönen.
Trotzdem kein echter Papst
Den damals regierenden Papst Johannes XXII. († 1334) erklärte er für abgesetzt und ließ das römische Volk einen neuen Papst wählen. Dieser kaiserliche Gegenpapst nannte sich Nikolaus V.
Er war von staatlicher Autorität bestimmt, vom Volk gewählt und in Rom residierend. Ein echter Papst war er trotzdem nicht.
Außerdem ist die Behauptung, die Kirche sei dem Staate unterworfen, eine von der Kirche verurteilte Ketzerei.
Niemals kann man dem Staat zugestehen, rechtskräftig eine nichtkirchliche Gemeinschaft zur Kirche oder einen katholischen Priester zum nichtkatholischen Laien zu erklären.
Man kann die Regeln für Skat und Fußball ändern. Skat und Fußball würden trotzdem weiterbestehen.
Länder könnten ihre Verfassung ändern. Die Länder bestehen trotzdem weiter.
Aber die Kirche kann niemals einen Glaubenssatz ändern. Denn durch das Bezweifeln oder Leugnen eines einzigen Glaubenssatzes hört man auf, katholisch zu sein.
Gemäß unfehlbarer Lehre sind die Merkmale der wahren Kirche, daß sie einig, heilig, katholisch und apostolisch ist.
Die Kirche ist die Gemeinschaft derer, die im wahren Glauben, in den wahren Sakramenten und unter den rechtmäßigen Hirten geeint sind.
Die Kirche kann nicht danebenliegen
Es kann in der Kirche keine Abweichung vom wahren Glauben geben. Denn die Kirche ist unfehlbar. Was die kirchliche Obrigkeit mit höchster Autorität als Glaubenssatz verkündet, kann niemals geändert oder in einem anderen als dem ursprünglichen Sinne verstanden werden.
Die Kirche kann auch nicht das Wesen der Sakramente antasten. Wenn zum Beispiel der Weiheritus so geändert wird, daß das Sakrament nicht mehr klar bezeichnet wird, so daß folglich Laien auch nach dieser vermeintlichen Weihe nur Laien bleiben, dann hat man es eben nicht mehr mit der wahren Kirche zu tun.
Das kirchliche Lehramt verkündet auch keine Häresien, sondern ist “Säule und Grundfeste der Wahrheit” (1 Tim 3,15).
Über all das muß man sich stets völlig im klaren sein. Es gilt, das Schifflein Christi zu besteigen. Es gilt, Mitglied der wahren Kirche zu sein.
Es reicht also nicht, “unbeschwert und fröhlich zu feiern und zu diskutieren”, auch wenn das noch so vehement von den Mächtigen von Welt und Kirche jedem eingehämmert wird.
“Unter die vielen Symbole, welche die Kirche vorstellen, gehört auch das Schifflein. In seinem Zusammenhang kann der Pfarrer von der katholischen Kirche und von den Merkmalen handeln, an denen sie erkenntlich ist.”
Der Katechismus betont nachdrücklich die Gründe, weshalb es so wichtig ist, daß der Pfarrer dem Volk über die wahre Kirche predigt:
“Erstens haben die Propheten klarer und unverhüllter von der Kirche, als von Christus gesprochen, da sie vorhersahen, daß hierin weit mehrere irren und getäuscht werden könnten, als in dem Geheimnisse der Menschwerdung.
Denn es sollten Gottlose auftreten, die nach Art des Affen, der einen Menschen vorstellen will, sich allein als Katholiken bekennen und ebenso ruchlos als anmaßend behaupten, bei ihnen allein sei die katholische Kirche”
In der Tat: Entgegen weit verbreiteter Propaganda ist “römisch-katholische Kirche” kein Aufkleber, der nach Belieben verteilt oder verweigert werden kann.
Ein Beispiel: Im Jahr 1328 ließ sich Ludwig IV. von Bayern († 1347) in Rom zum Kaiser krönen.
Trotzdem kein echter Papst
Den damals regierenden Papst Johannes XXII. († 1334) erklärte er für abgesetzt und ließ das römische Volk einen neuen Papst wählen. Dieser kaiserliche Gegenpapst nannte sich Nikolaus V.
Er war von staatlicher Autorität bestimmt, vom Volk gewählt und in Rom residierend. Ein echter Papst war er trotzdem nicht.
Außerdem ist die Behauptung, die Kirche sei dem Staate unterworfen, eine von der Kirche verurteilte Ketzerei.
Niemals kann man dem Staat zugestehen, rechtskräftig eine nichtkirchliche Gemeinschaft zur Kirche oder einen katholischen Priester zum nichtkatholischen Laien zu erklären.
Man kann die Regeln für Skat und Fußball ändern. Skat und Fußball würden trotzdem weiterbestehen.
Länder könnten ihre Verfassung ändern. Die Länder bestehen trotzdem weiter.
Aber die Kirche kann niemals einen Glaubenssatz ändern. Denn durch das Bezweifeln oder Leugnen eines einzigen Glaubenssatzes hört man auf, katholisch zu sein.
Gemäß unfehlbarer Lehre sind die Merkmale der wahren Kirche, daß sie einig, heilig, katholisch und apostolisch ist.
Die Kirche ist die Gemeinschaft derer, die im wahren Glauben, in den wahren Sakramenten und unter den rechtmäßigen Hirten geeint sind.
Die Kirche kann nicht danebenliegen
Es kann in der Kirche keine Abweichung vom wahren Glauben geben. Denn die Kirche ist unfehlbar. Was die kirchliche Obrigkeit mit höchster Autorität als Glaubenssatz verkündet, kann niemals geändert oder in einem anderen als dem ursprünglichen Sinne verstanden werden.
Die Kirche kann auch nicht das Wesen der Sakramente antasten. Wenn zum Beispiel der Weiheritus so geändert wird, daß das Sakrament nicht mehr klar bezeichnet wird, so daß folglich Laien auch nach dieser vermeintlichen Weihe nur Laien bleiben, dann hat man es eben nicht mehr mit der wahren Kirche zu tun.
Das kirchliche Lehramt verkündet auch keine Häresien, sondern ist “Säule und Grundfeste der Wahrheit” (1 Tim 3,15).
Über all das muß man sich stets völlig im klaren sein. Es gilt, das Schifflein Christi zu besteigen. Es gilt, Mitglied der wahren Kirche zu sein.
Es reicht also nicht, “unbeschwert und fröhlich zu feiern und zu diskutieren”, auch wenn das noch so vehement von den Mächtigen von Welt und Kirche jedem eingehämmert wird.
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Tuesday, Nov 18. 2008 16:12
Peccator: Herr Lingen
möge sich diese Einsicht selbst zueigen machen. Ohne Anerkennung des Papstes kein Heil.
Tuesday, Nov 11. 2008 22:47
Galatea: Herr Großwildjäger,
ohne Ihnen, diesmal, zu nahe treten zu wollen, scheinen Sie die Meinung zu vertreten, dass alle Menschen,
wie auch immer, den selben Gott verehren.
Das ist nicht so. Mit der Offenbarung seiner Dreifaltigkeit hat Gott für allen Menschen sein Wesen kundgetan.
Allein an der Lehre der Dreifaltigkeit scheitert jede Diskussion mit Andersgläubigen. Wenn Sie der Auffassung anhängen, alle Buchreligionen seien dem Wesen nach gleich, so erliegen Sie einem Irrtum, an dem nicht Sie schuld sind, sondern eine permanente Desinformation.
Christen haben ein vollkommen anderes Verhältnis zum Alten Testament als Juden und eine vollkommen andere Auffassung vom Gott Abrahams als die Moslems.
Im christlichen Glauben ist die Tatsache, dass Gott einen Sohn hat – haben muss – und diesen freiwillig als Opfer darbringt – und darbringen muss – ein zentrales Thema und wesentlich für den Heilsplan Gottes.
Das ist nicht so. Mit der Offenbarung seiner Dreifaltigkeit hat Gott für allen Menschen sein Wesen kundgetan.
Allein an der Lehre der Dreifaltigkeit scheitert jede Diskussion mit Andersgläubigen. Wenn Sie der Auffassung anhängen, alle Buchreligionen seien dem Wesen nach gleich, so erliegen Sie einem Irrtum, an dem nicht Sie schuld sind, sondern eine permanente Desinformation.
Christen haben ein vollkommen anderes Verhältnis zum Alten Testament als Juden und eine vollkommen andere Auffassung vom Gott Abrahams als die Moslems.
Im christlichen Glauben ist die Tatsache, dass Gott einen Sohn hat – haben muss – und diesen freiwillig als Opfer darbringt – und darbringen muss – ein zentrales Thema und wesentlich für den Heilsplan Gottes.
Monday, Nov 10. 2008 23:13
Seefeldt: Christus sagt, daß die Juden Gott nicht kennen (Joh 8, 54f)
Wenn Christus sagt, daß die Juden Gott nicht kennen, sagt das Gott selbst, denn Christus ist nicht nur
wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott.
Um auch das klarzustellen: Selbstverständlich gibt es nur einen Gott. Dieser eine Gott offenbarte sich in Christus, und wir Christen haben Gottes Offenbarung angenommen und glauben an den wahren Gott.
Es gibt keinen eigenen jüdischen Gott, so wie es auch keinen eigenen mohammedanischen Gott gibt.
Jahwe ist die jüdische Gottesvorstellung, und Allah ist die mohammedanische Gottesvorstellung. Der jüdischen und der mohammedanischen Gottesvorstellung ist gemein, daß sie z.B. Christi Gottessohnschaft und die Heilige Dreifaltigkeit und (u.a.) damit den Glauben an den wahren Gott ablehnen.
Zu den gestellten Fragen: Ich besitze die ganze Bibel und lese auch gelegentlich im Alten Testament, aber nicht sehr oft.
Hinzuzufügen ist noch die Lehre des Christentums, daß die Gottesvorstellung des Alten Testaments nur unvollständig ist; die vollkommene Gottesoffenbarung ist das Neue Testament.
Der heilige Paulus bezeichnete das Alte Testament als Gesetz der Unfreien und des Todes, das Neue Testament dagegen als das Gesetz der Freien und des Lebens.
Um auch das klarzustellen: Selbstverständlich gibt es nur einen Gott. Dieser eine Gott offenbarte sich in Christus, und wir Christen haben Gottes Offenbarung angenommen und glauben an den wahren Gott.
Es gibt keinen eigenen jüdischen Gott, so wie es auch keinen eigenen mohammedanischen Gott gibt.
Jahwe ist die jüdische Gottesvorstellung, und Allah ist die mohammedanische Gottesvorstellung. Der jüdischen und der mohammedanischen Gottesvorstellung ist gemein, daß sie z.B. Christi Gottessohnschaft und die Heilige Dreifaltigkeit und (u.a.) damit den Glauben an den wahren Gott ablehnen.
Zu den gestellten Fragen: Ich besitze die ganze Bibel und lese auch gelegentlich im Alten Testament, aber nicht sehr oft.
Hinzuzufügen ist noch die Lehre des Christentums, daß die Gottesvorstellung des Alten Testaments nur unvollständig ist; die vollkommene Gottesoffenbarung ist das Neue Testament.
Der heilige Paulus bezeichnete das Alte Testament als Gesetz der Unfreien und des Todes, das Neue Testament dagegen als das Gesetz der Freien und des Lebens.
Monday, Nov 10. 2008 18:27
Großwildjäger: Seefeldt,
wenn Sie der Meinung sind, dass der G-tt der Juden und der Gott der christlichen Religion verschiedene
Götter sind, dann drängen sich mir da Fragen auf:
Lesen Sie in der Bibel auch das Alte Testament? Oder besitzen Sie nur das Neue Testament, weil Sie der Ansicht sind, dass das AT ungültig ist?
Lesen Sie in der Bibel auch das Alte Testament? Oder besitzen Sie nur das Neue Testament, weil Sie der Ansicht sind, dass das AT ungültig ist?
Monday, Nov 10. 2008 18:18
Seefeldt: Der wahre Gott und falsche Gottesvorstellungen
Der wahre Gott offenbarte sich als dreifaltiger Gott.
Daran glauben die Juden nicht, also glauben sie nicht an den wahren Gott.
Christus ist nicht nur wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott.
Doch die Juden glauben nicht an Christi Gottheit, also glauben sie auch von daher nicht an den wahren Gott.
Die Juden glauben ebensowenig an den wahren Gott wie die Mohammedaner. Mohammedaner wie Juden glauben lediglich an ihre eigene Gottesvorstellung, die Mohammedaner an ihre Gottesvorstellung Allah, die Juden an ihre Gottesvorstellung Jahwe.
Christus selbst sagte den Juden, daß sie Gott nicht kennen
(Joh 8, 54f).
Den Mohammedanern konnte er das nicht sagen, weil es sie damals noch nicht gab.
Daran glauben die Juden nicht, also glauben sie nicht an den wahren Gott.
Christus ist nicht nur wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott.
Doch die Juden glauben nicht an Christi Gottheit, also glauben sie auch von daher nicht an den wahren Gott.
Die Juden glauben ebensowenig an den wahren Gott wie die Mohammedaner. Mohammedaner wie Juden glauben lediglich an ihre eigene Gottesvorstellung, die Mohammedaner an ihre Gottesvorstellung Allah, die Juden an ihre Gottesvorstellung Jahwe.
Christus selbst sagte den Juden, daß sie Gott nicht kennen
(Joh 8, 54f).
Den Mohammedanern konnte er das nicht sagen, weil es sie damals noch nicht gab.
Monday, Nov 10. 2008 14:47
LandorganistII: @Seefeld
Ich wusste garnicht, dass Sie so dunkelbraun sind! Und noch was: Der Gott der Juden, Jahwe, ist auch unser Gott, wussten Sie das etwa nicht?
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