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Tuesday, Nov 4. 2008 19:51
Von 25 Prozent auf 0,1 Prozent geschrumpft
Die schlimmsten Völkermorde und Pogrome sind jene, die bis zum heutigen Tag nie gesühnt wurden. Daß sie Christen betreffen, versteht sich fast von selber.
Die Erlöserkirche in Istanbul
Die Erlöserkirche in Istanbul
(kreuz.net, Göttingen) Die ‘Gesellschaft für bedrohte Völker’ begrüßt grundsätzlich den Bau von Gebetsstätten für alle Glaubensrichtungen in Deutschland.

Zugleich weist sie darauf hin, daß die neue Moschee zu Duisburg dem islamischen Verein ‘Ditib’ untersteht.

Dieser Verein ist mit seinen 880 Untergliederungen der Arm des staatlichen “Präsidiums für religiöse Angelegenheiten” in Ankara.

Die ‘Gesellschaft für bedrohte Völker’ ist eine Menschenrechtsorganisation mit beratendem Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der ‘Vereinten Nationen’ und mit mitwirkendem Status beim ‘Europarat’.

Sie betont, daß die offizielle Türkei bis heute die christlichen Minderheiten verfolgt:

“Wir fordern für jede der vielen hundert in Deutschland eröffneten ‘Ditib’-Moscheen die Zulassung einer christlichen Kirche in der Türkei.”

Türkei – Schmelztiegel der KulturenTürkei - Schmelztiegel der KulturenPlease, click on the picture, in oder to start the gallery with 10 pictures.

So lange der islamische Verein antikurdische Agitation und nationalistische Ideologie propagiere und sich nicht für Religionsfreiheit in der Türkei einsetzte, beschädige er das Ansehen des Islam in Deutschland.

Zahlreiche nicht-türkische Muslime hätten den deutschen ‘Ditib’-Moscheen den Rücken gekehrt – erklärte Tilman Zülch, Generalsekretär der ‘Gesellschaft für bedrohte Völker’:

“Unsere Menschenrechtsorganisation erinnert daran, daß der bis heute kemalistisch dominierte türkische Staat die einheimischen Christen unterdrückt und verfolgt.”

Aufgrund der nationalistischen Politik des Gründers der modernen Türkei, Kemal Atatürk († 1938), und seiner jungtürkischen Bewegung ist die christliche Bevölkerung im Rahmen der heutigen Grenzen der Türkei von 25 Prozent auf heute 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung zurückgegangen.

Die ‘Gesellschaft’ erinnert an den Völkermord der Jahre 1913 bis 1922, an die ethnischen Säuberungen des Jahres 1923 und an die Pogrome und Vertreibungen während der Istanbuler Kristallnacht des Jahres 1955.

Diesen Menschenjagden fielen armenische, aramäisch-assyrische und griechisch-orthodoxe Christen zum Opfer.

Die katholische Kirche und die evangelischen Gemeinschaften in der Türkei besitzen bis heute keinen eigenen Rechtsstatus. Sie sind somit keine eigenständigen Körperschaften und nicht rechtsfähig.

Ihre Gottesdienste müssen meist in Privatwohnungen stattfinden.

Außerhalb von Touristengebieten wird in der Regel kein Kirchenneubau erlaubt.

Der in Istanbul/Konstantinopel ansäßige Ökumenische Patriarch wird in der Türkei nur als Oberhaupt der etwa 3.000 dort verbliebenen griechisch-orthodoxen Christen anerkannt.

Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse werden Geistlichen nichttürkischer Staatsbürgerschaft in der Regel verweigert.

Obwohl laut Artikel 40 des Lausanner Vertrages Nicht-Muslime in der Türkei das Recht auf Grundbesitz hatten, war es religiösen Minderheiten bis 2002 verboten, Immobilien zu erwerben.

In unzähligen Fällen kam es zu Enteignungen.

Nach Schätzungen der ‘Gesellschaft für bedrohte Völker’ leben in der Türkei heute gerade noch 60.000 apostolische, katholische oder evangelische Christen armenischer Nationalität, etwa 3.000 Griechisch-Orthodoxe in Istanbul, 2.000 Syrisch-Orthodoxe in Tur Abdin im Südosten des Landes.

Im Großraum Istanbul werden noch etwa 3.000 Syrisch-Ortodoxe, 3.000 Syrisch-Unierte sowie jeweils einige 10.000 Katholiken oder Protestanten vorwiegend nichttürkischer Staatsbürgerschaft geschätzt.

© Titelbild: Joshua Treviño, CC
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Saturday, Nov 8. 2008 22:06
Marcelus: @Heinrich von Ofterdingen: Wahrscheinlich haben Sie recht,
obwohl mir die Jahreszahlen der Briten im Krieg gegen die Buren nicht bekannt sind.
Die Briten haben überall die Völker entweder ermordet oder versklavt, wo die Briten den Boden betreten haben,
und deswegen haben diese ja auch den Luftvernichtungskrieg gegen Deutschland bereits Ende des I. Weltkrieges geplant und bereits in den Militärschubladen gehabt, und das britische Militär hatte diesen bereits gegen Aufständische erprobt gehabt (lt. Das schwarze Reich von E.R. Carmin http://www.amazon.de/…548369162/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=book…) : Unglückseligerweise (für die britischen Pläne) hatte aber Reichskaiser Wilhelm I. (Reichskaiser 1888-1918) bereits 1918 die Kapitulation eingereicht, nachdem die USA sich 1917 doch noch für einen Kriegseintritt gegen das Deutsche Reich und gegen Österreich-Ungarn entschieden hatten,
nachdem es dort große Widerstände von den Deutsch-US-Amerikanern und auch von den jüdischen Deutsch-US-Amerikanern gegeben hatte, gegen das Deutsche Reich und gegen Österreich-Ungarn in den Krieg zu ziehen, zwei Staaten, über die das Deutschjudentum wenig zu beklagen hatte,
und die im Gegenteil auch unter den Angelsachsen als die Heimat des Judentums schlechthin galten.
In England wurden die dortigen Juden auch als »die Deutschen« bezeichnet.
Saturday, Nov 8. 2008 22:03
www.catholicwarriors.com: Bravo, kreutz.net!
Dieser Artikel war dringend notwendig und der Zeitpunkt
der Veröffentlichung in den von oben verordneten
Kollektiv-Schäm-Tagen genial!



“Die schlimmsten Völkermorde und Pogrome sind jene,
die bis zum heutigen Tag nie gesühnt wurden. Daß sie
Christen betreffen, versteht sich fast von selber.”


Natürlich versteht sich das von selbst!

Nur drängt sich das Opfervolk der Christen nicht andauernd
so penetrant und schamlos in das Licht der Medien und
der Öffentlichkeit, wie die Juden
,

möchte man da ganz zwangsläufig noch ergänzen.
Saturday, Nov 8. 2008 21:50
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Marcelus,
der erste Völkermord im 20. Jahrhundert war der der Briten an den Buren.
Saturday, Nov 8. 2008 21:37
Marcelus: Der Genozid an den armenischen Christen
war der erste Genozid, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen wurde,
nachdem der Genozid an den Altamerikanern noch vor dem 20. Jahrhundert begonnen wurde, aber noch bis ins 20. Jahrhundert fortdauerte.

Die Siegermächte nach dem I. Weltkrieg haben sich wenig darum gekümmert, nachdem es ihnen ausreichte, dass Atatürk den Türkenstaat in eine laizistische Demokratie umwandeln wollte,
ähnlich wie die Angelsachsen und ihr Angelsachsenamerika.
Und diese haben ja auch die nichtangelsächsichen Altamerikaner ausgerottet.

Hitler soll, bereits Reichskanzler, auf Einwände gegen die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen gegen die Juden geantwortet haben: »Wer spricht heute schon noch von den Armeniern?«

Und hierin muss man dem NS-Obervölkermörder leider zustimmen.
Saturday, Nov 8. 2008 13:29
Peter-Pan: @Galatea
Mein Kommentar bezog sich auf eine Äußerung des Artikelschreibers. Und wo ist ihr Problem damit. Kennen Sie einen solchen an Christen begangenen Völkermord, dann reden Sie nicht um den heißen Brei herum, sondern sagen Sie es einfach.

Aber stattdessen, seufz…

Verkaufen Sie sich doch selber für dumm, oder gehen Sie mit den Verlorenen Jungens spielen. Jetzt reichts.

Werden Sie nur wieder ausfallend und beleidigend.

Locker bleiben, auch wenn Sie um Antworten verlegen sind und im Unrecht. Versuchen Sie es. Soviel Wut mit sich herumzutragen ist nicht gesund.

Tun Sie was dagegen.
Friday, Nov 7. 2008 22:22
Galatea: Herr Peter Pan,
zum Beispiel im zweiten Kommentar zum Artikel.

2. Die schlimmsten Völkermorde also? Welcher an Christen verübte Völkermord ist also schlimmer als der Holocaust oder das Schicksal der Indianer?

Verkaufen Sie sich doch selber für dumm, oder gehen Sie mit den Verlorenen Jungens spielen. Jetzt reichts.

p.s. http://de.wikipedia.org/…ki/Peter-Pan-Syndrom
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