Zwischen neugläubig und altgläubig liegen Welten
“Heute morgen habe ich die Maiandacht besucht. Ich glaube nicht, daß ich morgen wieder Lust habe, in den Gottesdienst zu gehen, obwohl Sonntag ist. Kirche muß doch Freude sein.”
(kreuz.net) Anfang Juni stellte das ‘St. Galler Tagblatt’ zwei Katholiken aus der Ostschweizer Grenzgemeinde
Oberriet vor.
Der erste gehört zum Oberrieter Priorat der Priesterbruderschaft St. Pius X. – der zweite zur offiziellen Pfarrei.
Als Vertreter der Altgläubigen wird Arno Stocker (35) vorgestellt. Er ist seit 16 Jahren Sekretär der Piusbruderschaft in Oberriet.
Mit der Alten Messe kam er als Dreizehnjähriger über seine Mutter und Schwester in Kontakt. Sein erster Eindruck: “Viel knien. Weshalb lateinisch?”
Zwei Jahre später ging er ins Internat. Dort begegnete er einem Kaplan, der bei der Messe sorgfältig alle Hostienpartikel einsammelte.
Dessen Nachfolger nahm auf solche Dinge keine Rücksicht mehr: “Ich gab sie in den Meßkelch, daß sie in der nächsten Messe mit getrunken würden” – erinnert sich Stocker.
Als während einer Messe im Internat ein Theater aufgeführt werden sollte, protestierten die Ministranten. Doch der Widerstand half nicht: “Als es trotzdem aufgeführt wurde, sind wir aufgestanden und gegangen. Der Pfarrer mußte den Gottesdienst alleine beenden.”
Aufgrund einer fortschreitenden Entgottung der Liturgie quittierte Stocker seinen Ministrantendienst.
Diese Ereignisse öffneten ihm die Augen für die Ehrfurcht und Tiefe der Messe in Oberriet.
Als neugläubiges Gegenbeispiel präsentiert die Tageszeitung den früheren Oberrieter Pfarrei- und Kirchenverwaltungsrat Jakob Eugster (60).
Er wurde mit der lateinischen Messe groß. Die katholische “Amtskirche” hält er heute für ehrlicher als damals:
Die Gläubigen seien von der Kanzel herab unter Druck gesetzt, eingeschüchtert, gezwungen worden – behauptet er.
Dann erklärt Eugster an einem Beispiel, was er unter “Ehrlichkeit” versteht:
“Heute morgen habe ich die Maiandacht besucht. Ich glaube nicht, daß ich morgen wieder Lust habe, in den Gottesdienst zu gehen, obwohl Sonntag ist. Kirche muß doch Freude sein.”
Angesprochen auf das Sonntagsgebot meint der Neugläubige: “Ich glaube, ob Samstag oder Sonntag ist nicht wirklich wichtig, sondern daß die Leute überhaupt in die Kirche gehen.”
Mit der Piusbruderschaft hat Eugster keine Probleme:
“Die Priesterbruderschaft hätte bestimmt auch unsere Kirche benutzen können, um ihre Gottesdienste zu feiern. Jetzt haben sie ihre eigene Kirche. Das ist auch kein Problem für mich. Wir leben gut nebeneinander.”
Er könne sich bei den vielen Veränderungen in der Kirche nicht mit allem sofort anfreunden: “Meistens aber gewöhnt man sich nach ein paar Monaten daran.”
Daß der Priester dem Tabernakel während der Messe den Rücken zukehrt, begrüßt Eugster: “Der Heiland hat ja vermutlich auch nicht seinen Jüngern den Rücken zugekehrt.”
Und: “Bei einem Geschäftsgespräch machen Sie das auch nicht.”
© Bilder: fsspx.info
Der erste gehört zum Oberrieter Priorat der Priesterbruderschaft St. Pius X. – der zweite zur offiziellen Pfarrei.
Als Vertreter der Altgläubigen wird Arno Stocker (35) vorgestellt. Er ist seit 16 Jahren Sekretär der Piusbruderschaft in Oberriet.
Mit der Alten Messe kam er als Dreizehnjähriger über seine Mutter und Schwester in Kontakt. Sein erster Eindruck: “Viel knien. Weshalb lateinisch?”
Zwei Jahre später ging er ins Internat. Dort begegnete er einem Kaplan, der bei der Messe sorgfältig alle Hostienpartikel einsammelte.
Dessen Nachfolger nahm auf solche Dinge keine Rücksicht mehr: “Ich gab sie in den Meßkelch, daß sie in der nächsten Messe mit getrunken würden” – erinnert sich Stocker.
Als während einer Messe im Internat ein Theater aufgeführt werden sollte, protestierten die Ministranten. Doch der Widerstand half nicht: “Als es trotzdem aufgeführt wurde, sind wir aufgestanden und gegangen. Der Pfarrer mußte den Gottesdienst alleine beenden.”
Aufgrund einer fortschreitenden Entgottung der Liturgie quittierte Stocker seinen Ministrantendienst.
Diese Ereignisse öffneten ihm die Augen für die Ehrfurcht und Tiefe der Messe in Oberriet.
Als neugläubiges Gegenbeispiel präsentiert die Tageszeitung den früheren Oberrieter Pfarrei- und Kirchenverwaltungsrat Jakob Eugster (60).
Er wurde mit der lateinischen Messe groß. Die katholische “Amtskirche” hält er heute für ehrlicher als damals:
Die Gläubigen seien von der Kanzel herab unter Druck gesetzt, eingeschüchtert, gezwungen worden – behauptet er.
Dann erklärt Eugster an einem Beispiel, was er unter “Ehrlichkeit” versteht:
“Heute morgen habe ich die Maiandacht besucht. Ich glaube nicht, daß ich morgen wieder Lust habe, in den Gottesdienst zu gehen, obwohl Sonntag ist. Kirche muß doch Freude sein.”
Angesprochen auf das Sonntagsgebot meint der Neugläubige: “Ich glaube, ob Samstag oder Sonntag ist nicht wirklich wichtig, sondern daß die Leute überhaupt in die Kirche gehen.”
Mit der Piusbruderschaft hat Eugster keine Probleme:
“Die Priesterbruderschaft hätte bestimmt auch unsere Kirche benutzen können, um ihre Gottesdienste zu feiern. Jetzt haben sie ihre eigene Kirche. Das ist auch kein Problem für mich. Wir leben gut nebeneinander.”
Er könne sich bei den vielen Veränderungen in der Kirche nicht mit allem sofort anfreunden: “Meistens aber gewöhnt man sich nach ein paar Monaten daran.”
Daß der Priester dem Tabernakel während der Messe den Rücken zukehrt, begrüßt Eugster: “Der Heiland hat ja vermutlich auch nicht seinen Jüngern den Rücken zugekehrt.”
Und: “Bei einem Geschäftsgespräch machen Sie das auch nicht.”
© Bilder: fsspx.info
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Tuesday, Aug 26. 2008 07:17
Colombe de la paix: @Lieber Ultramontanus
die Frau als Gefährtin, jedoch keineswegs an Würde unterlegen, vielmehr sogar veredelt an bestimmten
Gaben des Weibes,
So schön hat noch nie ein Mann das Wort “ Weib” beschrieben!
:
@ Aufrechterkatholik:
Unter solchen Gesichtspunkten würde ich mich auch dem Mann unterwerfen, wie Sie es immer fordern
So schön hat noch nie ein Mann das Wort “ Weib” beschrieben!
@ Aufrechterkatholik:
Unter solchen Gesichtspunkten würde ich mich auch dem Mann unterwerfen, wie Sie es immer fordern
Saturday, Aug 23. 2008 22:16
Florian Geyer: Protestant
mich stören Schlampen, Homos,Lehmannisten(oder neuérdings Zollitschlisten)sogenannte Freimaurer…nicht
im geringsten!
nona das ist klar… – das sind ja auch eure besten Kunden…
nona das ist klar… – das sind ja auch eure besten Kunden…
Saturday, Aug 23. 2008 22:13
Marcelus: @Protestanten: Glauben Sie wirklich, die CDU kann Sie den Weg in den Himmel führen!
Und wenn es dich nicht stört…ich bin seit 27 Jahren CDU-Mitglied, habe drei Kinder und im übrigen…mich stören Schlampen, Homos,Lehmannisten(oder neuérdings Zollitschlisten)sogenannte Freimaurer…nicht im geringsten!
Friday, Aug 22. 2008 23:53
Galatea: @Gotthard:
Kanonstille als Kapitulation vor den nicht-vorhandenen technischen Möglichkeiten.
Kanonstille deswegen, weil mangels Microphone nicht gebrüllt werden konnte.
Kanonstille als dummselige Sehnsucht nach Zeiten, die sich eigentlich nach Kanonlärm gesehnt hätten.
Nichts weniger als Dummheit kann solche Argumentation produzieren.
Kanonstille deswegen, weil mangels Microphone nicht gebrüllt werden konnte.
Kanonstille als dummselige Sehnsucht nach Zeiten, die sich eigentlich nach Kanonlärm gesehnt hätten.
Nichts weniger als Dummheit kann solche Argumentation produzieren.
Friday, Aug 22. 2008 23:30
Master: Der Mann ist so liberal
da muss man kotzen! Der hat nicht mal ne eigenen Meinung, nur keinem auf die Füsse treten. Der könnte Politiker werden.
Thursday, Aug 21. 2008 22:30
clarissa colonia: Ja, werter Gotthard,
es ist schon erstaunlich, was man nicht alles theologisch uminterpretieren kann; man sollte die Theologie umbenennen in “Interpretationistik”; aber natürlich nur die modernistsche seit dem Vat II.; vorher hat’s das ja nicht gegeben! Sauerei!
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