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Sunday, Aug 17. 2008 13:31
Nichts hat auf einen so schnellen Abschied hingedeutet
Am Montag beendete der Papst seinen Urlaub im Südtirol. Am Samstag der gleichen Woche starb sein Gastgeber.
Bischof Wilhelm Egger
Bischof Wilhelm Egger
(kreuz.net) Der Bischof von Bozen-Brixen, Mons. Wilhelm Egger OFMcap (68), ist am Samstag abend um 19.20 Uhr überraschend in seiner Wohnung am Domplatz 5 in Bozen verstorben.

Das berichtete die Südtiroler Presse.

Seine Haushälterin, die das Abendessen gekocht hatte, wartete vergeblich auf den Bischof.

Als sie ihn nach mehrmaligem Rufen in seiner Wohnung suchte, fand sie ihn lebend aber bewußtlos am Boden im Bad.

Sofort verständigte sie die Notrufzentrale. Umgehend eilte der Notarzt zur Wohnung des Bischofs.

Vergeblich versuchten die Nothelfer während fast einer Stunde den sterbenden Bischof wiederzubeleben.

Heute um 12.00 Uhr wurde in allen Pfarrkirchen die große Glocke zehn Minuten lang geläutet.

Auf dem Brixner Domplatz läuteten bereits Samstag abend um 21.33 die Glocken des Domes.

Dekan Johann Messner gab die Nachricht vom Tod des Bischofs bekannt.

Noch vor wenigen Tagen hat der Papst den Bischof bei offenbar guter Gesundheit zurückgelassen.
Noch vor wenigen Tagen hat der Papst den Bischof bei offenbar guter Gesundheit zurückgelassen.
Beim heutigen Engel des Herrn erklärte Papst Benedikt XVI.: “Vor wenigen Tagen habe ich ihn in offenbar guter Gesundheit zurückgelassen. Nichts hätte auf ein so schnelles Hinscheiden schließen lassen.”

Der Papst hatte den Verstorbenen zum besonderen Sekretär der bevorstehenden Bischofssynode über die Bibel ernannt, die vom 5. bis 26. Oktober in Rom stattfinden wird.

Sein Zwillingsbruder wurde auch Priester
Der Verstorbene wurde im Jahr 1940 in Innsbruck geboren. 1944 zog seine verwitwete Mutter mit ihm und seinem Zwillingsbruder Kurt nach Sterzing in Südtirol.

Schon fünf Jahre später starb die Mutter.

Der spätere Bischof trat am 29. August 1956, im Alter von 16 Jahren, in den Kapuzinerorden ein. Sein Zwillingsbruder Kurt ist ebenfalls Kapuziner.

Sein Theologiestudium absolvierte er in der Schweiz, in Rom und in Jerusalem.

Am 29. Juni 1965 wurde er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder in Brixen zum Priester geweiht.

Mit 32 Jahren promovierte er zum Doktor der Bibelwissenschaften und war darauf bis 1986 als ordentlicher Professor für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen tätig.

Am 29. Juli 1986 wurde Wilhelm Egger zum Diözesanbischof von Bozen-Brixen ernannt.

Am 31. August desselben Jahres wurde er im Dom zu Brixen von seinem Vorgänger, Mons. Joseph Gargitter, zum Bischof geweiht.

Wilhelm Egger war Präsident der Katholischen Bibelföderation, Vorsitzender des Leitungsgremiums zur Revision der Einheitsübersetzung und Beauftragter für Ökumene in der Regionalen Bischofskonferenz Nordost-Italien.

Video von Bischof Egger beim Papstbesuch
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Wednesday, Aug 20. 2008 10:58
Die “Redaktion” muss sich wahrscheinlich noch mit dem Wirken des Verstorbenen befassen, um es dann, sagen wir mal in etwa 10 Jahren, “kritisch” zu bewerten.
Wednesday, Aug 20. 2008 08:25
SignumSalutis: … kein Tritt hinterher von ketz.net?
… eigentlich kriegen Leute wie der verstorbene Bischof Egger bei ketz.net ja eher noch einen (A…)tritt hintendrein, oder scheinheilige Bemerkungen über Liberalität oder schlimmen NEOkonservatismus.

Der Verstorbene war Exeget, wandte historisch-kritische Methoden der Bibelexegese an, machte dabei auch von Linguistik (uuuähhh!) Gebrauch …

Kurz: die Methodenlehre zu NT habe ich persönlich mit viel Gewinn studiert. Zur Lektüre empfohlen. Wirkt, wenn man sich dem Inhalt öffnet, sicher heilsam gegen chronisches Fundinose, Tradiitis und Biblizistose.

Methodenlehre zum NT von Egger

Leider z. Zt. nicht erhältlich

Gott nehme den verstorbenen Kapuzinerbischof auf in seine ewige Herrlichkeit.

SignSal
Tuesday, Aug 19. 2008 08:20
LandorganistII: Heinrich Ofenrohr
Dann fangen Sie bitte bei sich selber an, Sie selbsternannter Großinquisitor.
Monday, Aug 18. 2008 22:13
_zeitgeist: @frei M
eine typische Antwort der Nichtkenner. Schade, ich habe Sie für mitteilsamer und -ja- intelligenter gehalten.
Monday, Aug 18. 2008 21:40
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Landorgler,
Der Verstorbene möge in Frieden ruhen!
… ach das wünschen wir allen, wieviele Missetaten oder gute Werke der jeweilige Tote auch auf seinem Gewissen haben mag. Und doch werden wir – mit Gottes Hilfe – niemals aufhören Missetaten als solche zu geisseln und gute Werke, die Menschen getan haben als solche zu preisen. Weil dies auch Gottesdienst ist.
Monday, Aug 18. 2008 21:24
Also, wenns so wichtig ist: ich stimme eher für den großen Plan. diaconus: solche Geschichten kenn ich auch. Zufall? Eher nicht. – Und das es mir fern liegt, mich über den Tod eines Menschen zu amüsieren, hab ich ja weiter unten schon gesagt.
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