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Thursday, Aug 14. 2008 15:32
Sie kommt wieder
Inzwischen mehren sich die Hinweise, daß der endlos scheinende Konzilswinter langsam aber sicher zu Ende geht.
Zelebrationskurs für die Alte Messe in Oxford.
Zelebrationskurs für die Alte Messe in Oxford.
(kreuz.net) Am vergangenen Sonntag berichtete der britische Journalist Damian Thompson über eine besondere Sommerschule, die in der englischen Stadt Oxford – etwa hundert Kilometer nordwestlich von London – stattfand.

Thompson ist Chefredaktor der katholischen Zeitung ‘Catholic Herald’. Sein Beitrag erschien in der Wochenzeitung ‘The Sunday Times’.

Während der Sommerschule wurden Priester in der Feier des Alten Ritus unterwiesen.

Die Veranstaltung fand in der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kapelle des anglikanischen Merton College statt.

Das College ist eines der ältesten Teile der Universität von Oxford.

Organisator der Sommerschule war die britische ‘Latin Mass Society’.

Thompson weist darauf hin, daß die letzte Heilige Messe in der Kapelle des Merton-College in den 40er Jahren des 16. Jahrhunderts zelebriert wurde.

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Während der Reformation kippte man die Heiligenstatuen aus der Kapelle und zerstörte die Glasfenster.

“Die Organisatoren der Sommerschule sind auch Reformer, aber ihre Ziel ist ein ganz anderes” – kommentiert Thompson:

“Sie möchten die lateinischen Gottesdienste und die reiche Ausstattung ihrer eigenen katholischen Pfarreikirchen wiederherstellen: Viel davon wurde von den Modernisten im Gefolge des Zweiten Vatikanums zerstört.”

An der Sommerschule nahmen sechzig Priester teil.

Thompson weist darauf hin, daß die jüngsten Teilnehmer am stärksten der Tradition anhängen: “Ich entdeckte vier von ihnen im Chorgestühl der Kapelle. Sie sind auch als bekannte Blogger im Internet tätig.”

“Später begegnete ich in den Straßen von Oxford zwei Priestern, die den altmodischen römischen Hut trugen, der so sehr von den italienischen Dorfpfarrern geliebt wurde.”

Ein sehr junger Priester erklärt dem Journalisten, was er jeweils unternimmt, wenn ihm nicht bestellte Exemplare der altliberalen katholischen Wochenzeitung ‘The Tablet’ zugeschickt werden:

“Ich entferne sorgfältig die Metallklammern und lasse die Exemplare durch den Papierwolf. Das ist viel Arbeit, aber ein gottgefälliges Werk.”

Hw. Andrew Wadsworth, der in der Sommerschule unterrichtet, gibt sich diplomatischer: “Wir versuchen nicht, die Priester zu Traditionalisten zu machen.”

Ein Teilnehmer an der Sommerschule war Hw. John Boyle. Er ist katholischer Pfarrer von Ashford in der Grafschaft Kent.

Den ersten Kontakt zum Alten Ritus bekam er über eine DVD: “Das hat die Art, wie ich die Neue Messe auf Englisch lese zutiefst verändert.”

Thompson erwähnt auch Kanoniker Michael McCreadie, Dekan der Kathedrale von Leeds in Nordengland.

Der Kanoniker ist schon über fünfzig. Nach einer halben Stunde Meßtraining hat er noch nicht einmal die ersten fünf Minuten der Heiligen Messe bewältigt.

Dennoch ist er wie im Himmel: “Ich habe mich nie besonders nach der Alten Messe gesehnt, aber seit heute ist das anders.”

Bei der Sommerschule war auch der Bischof von Nottingham in Mittelengland, Mons. Malcolm McMahon OP (59), anwesend.

Er zelebriert eine Pontifikalvesper im Alten Ritus. Zu dem Anlaß trug er eine Juwelenmitra und einem bestickten Rauchmantel, “die sogar für Kardinal Thomas Wolsey († 1530) etwas viel gewesen wäre” – kommentiert Thompson.

Bischof McMahon gehört – so Thompson – politisch zum linken Flügel der englischen Bischöfe: “Doch er ist nicht Teil der politisch korrekten, schulterklopfenden Bischofszirkel.”

Der Bischof stellt sich sogar hinter die Idee von Papst Benedikt XVI., wonach der Alte und der Neue Ritus in der Kirche nebeneinander existieren sollen.

© Bilder: traditionalcatholic.org.uk
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Wednesday, Aug 20. 2008 20:46
clarissa colonia: Genügt diese bibliographische Angabe:
Missale Romanum cum lectionibus, editio iuxta typicam alteram, 4 tom., Città del Vaticano (LEV) 1977.
Wednesday, Aug 20. 2008 12:17
r.ruhrgebietler: @CC – welcher Jahrgang ist er denn??
ich weigere mich, soweit ich sehe, nicht, irgendetwas anzuerkennen, das sich als wahr und richtig erweisen läßt. Ich habe mich auf die editio typica des Missale Romanum bezogen, deren lateinischer Text die einzig sachliche und maßgebliche Bezugsgröße für eine Diskussion darstellt, nicht der (approbierte) deutsche.Die editio typica des Missale Romanum auf die Sie sich beziehen hat welchen Jahrgang? Oder ist dieses Werk vom V-II verschont geblieben?
Monday, Aug 18. 2008 11:44
No Comment: @Bernado
In der “Reform der Reform” sollte die zuständige Autorität tatsächlich den Text des II. Hochgebets deutlich näher an das Original von S. Ippolito annähern!
Sunday, Aug 17. 2008 15:02
Parmenas: Katholiken haben
vor allerm mit dem lügenden und sabbelnden Marcelus ein Problem.
Sunday, Aug 17. 2008 14:49
Marcelus: @semper reformandus: Die Katholiken haben deshalb mit der Redewese
»die Kirche Christi subsistiert in der Kirche des römischen Petrusnachfolgers« ein Problem,
weil viele das Wort subsistiert nicht verstehen oder absichtlich und auch unabsichtlich fehldeuten.

Die Kirche des römischen Petrusnachfolgers ist die Kirche Christi auf Erden ist dagegen ein unmißverständlicher und klarer Satz, der von jedem verstanden wird,
und das ist mit dem subsistieren ja auch gemeint.
Wenn diese Feststellung dem Wort vom Subsistieren gleich folgt, werden die Katholiken mit diesem Fremdwort auch kein Problem haben.
Sunday, Aug 17. 2008 14:34
clarissa colonia: Werter Bernardus (Guidonis?),
ich weigere mich, soweit ich sehe, nicht, irgendetwas anzuerkennen, das sich als wahr und richtig erweisen läßt. Ich habe mich auf die editio typica des Missale Romanum bezogen, deren lateinischer Text die einzig sachliche und maßgebliche Bezugsgröße für eine Diskussion darstellt, nicht der (approbierte) deutsche.

Weiterhin wird hier verschiedentlich vermutet, Hippolyts Anaphora aus der traditio apostolica sei nie in liturgischer Verwendung gewesen. Erstens handelt es sich dabei nur um eine unbeweisbare Vermutung, auf die ich einfach mit einer entgegengesetzten Vermutung (die ich zwar auch nicht beweisen, die Sie aber ebensowenig widerlegen können) antworten könnte.
In Rede stand doch die “Rechtgläubigkeit” der prex eucharistica II, weil (angeblich) darin der Begriff des “Opfers” fehle. Auf diesen Einwand hade ich auf die ed. typ. verwiesen und dargelegt, daß der Opfergedanke sehrwohl thematisiert wird, obgleich der Begriff “sacrificium” fehlt (möglicherweise wegen seiner begrifflichen Nähe zum Opfergeschehen römischer Kulthandlungen). Daraufhin wurde die Rechtgläubigkeit Hippolyts in Frage gestellt, der, ungeachtet seines Martyriums, bei ihrem Fehlen kaum kanonisiert worden wäre.
Jetzt argumentieren sie mit den Kürzungen der trad. ap., ohne jedoch darzulegen, wo bei dieser Überarbeitung der Begriff “sacrificium” (ggf. vorsätzlich) gestrichen worden sein solle.
Argumentenhopperei ist keine Form von Diskussion!
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