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Sunday, Aug 3. 2008 11:31
Werden die Spaziergänge ein Ende nehmen?
Der Leidensdruck war so groß, daß gleich siebzig Gläubige vor dem Haus des Bischofs demonstrierten: Die Vorwürfe sind schwerwiegend.
Ausschnitt aus der 'Bildzeitung'.
Ausschnitt aus der ‘Bildzeitung’.
(kreuz.net) Rund siebzig Mitglieder der Heilig-Geist-Pfarrei in Dinslaken wollen ihren Pfarrer loswerden. Das berichtete die deutsche Bild-Zeitung.

Dinslaken ist eine Industriestadt mit 70.000 Einwohner. Sie gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und ist kirchlich dem Bistum Münster angeschlossen.

Um ihrem Verlangen Nachdruck zu verleihen, protestierten die Gläubigen am Freitag auf dem Domplatz in Münster.

Vor der Bild-Zeitung erklärte ein Demonstrant, daß der Pfarrer die Gemeinde spalte: “Seine Gläubigen sind ihm egal”. Das zeige auch der sehr schlechte Gottesdienstbesuch.

Der Priester schare nur Menschen um sich, von denen er denke, daß sie ihm nützen könnten.

Angeblich verwendet der Geistliche sogar Details aus Privatgesprächen, um Gläubige loszuwerden, die ihm nicht paßten.

Sogar Ehen und Freundschaften sollen auf diese Weise unter seinem Zutun zerbrochen sein.

Wer dem Pfarrer in den Gremien widerspreche, werde eliminiert.

Problematisch ist offenbar auch der Lebenswandel des Geistlichen. Die ‘Bild’-Zeitung zitiert einen Demonstranten:

“Es kann doch nicht sein, daß er einen Freund hat und sie Hand in Hand spazieren gehen. Der Zölibat gilt doch für jeden.”

Man wolle einen anderen Pfarrer – erklärt der Demonstrant: “Besser keinen als den. Dann gehen wir lieber woanders in den Gottesdienst.”

Probleme gibt es in der Gemeinde offensichtlich schon seit längerem. In dieser Sache gab es Gespräche und Briefwechsel mit der Bistumsleitung in Münster.

Doch die Fronten verhärten sich immer mehr.

Gestern nahm Prälat Norbert Kleyboldt (64) Stellung zu den Protesten und versprach eine Lösung.
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Wednesday, Sept 24. 2008 12:18
Baßi: Jeremy Dr. Regine
Leserbrief vom 20.09.2008 in der NRZ Dinslaken von Heinrich Höffner, Vater eines Priesters:
Kein Frieden mit Pastor Liebens
Nun haben wir es also schriftlich: Peter Liebens darf bleiben! Unterschrift der Bistumsleitung, “Basta”. Mit 700 zu 70 Stimmen Antrag auf Versetzung abgelehnt. An der Art und Weise des Zustandekommens der “Pro Liebens” Stimmen kein Interesse. Kein Wort vom Ausliegen der Pettionslisten in einer Apotheke, ganz abgesehen von Leuten des Krankenhaus-Besuchsdienstes, deren Geschmacklosigkeit wohl nicht mehr zu überbieten ist, selbst am Krankenbett um stimmen zu werben. Dies ist nur ein Bruchteil von verwerflichen Aktivitäten der “Pro-Liebens-Fraktion” ohne Kenntnis der tatsächlichen Sachlage. Eine Unterschrift ist ja schnell gegeben! Was zählen da schon 70 Stimmen von Leuten, die sich aus echter Sorge um die Kirche in Hiesfeld mit dem Bus zum Protest bei der Bistumsleitung auf den Weg nach Münster gemacht haben. Es wäre interessant, wie viele Personen, die ihre Unterschrift gegeben haben, auch prozentual persönlich dazu bereit gewesen wären. Fakt ist doch, dass die Akte Liebens in Münster zu ziemlicher Größe angewachsen ist und alle Versuche, auch ranghoher Kirchenvertreter, kläglich gescheitert sind. Ist man in Münster so blauäugig, diese im Ursprung schon mehr als zehnjährigen Querelen mit einem DIN-A-4-Bogen plus Unterschrift und der Aufforderung zum gemeinsamen Gebet noc Herr zu werden? Aus eigener Erfahrung kann ich diese Frage nur mit einem klaren
Monday, Sept 15. 2008 13:22
jeremy: NRZ15.9.08 Peter Liebens bleibt Pfarrer der Pfarrgemeinde Heilig Geist in Hiesfeld.
Dies erfuhren die Kirchgänger am Wochenende. Das Bistum Münster hatte dazu eine Pressemitteilung herausgegeben, die Kopien des Schreibens mit dem Briefkopf des Diözesanadministrators Weihbischof Dr. Franz-Josef Overbeck wurden im Anschluss an die Messen verteilt.
Demnach sind die Forderungen der Liebens-Gegner nach einem Amtsenthebungsverfahren vom Tisch. Nach deren Demonstration vor dem bischöflichen Generalvikariat in Münster am 1. August sammelten Gemeindemitglieder Unterschriften für den Verbleib ihres Pastors. Zirka 700 Liebens-Befürworter trugen sich in die Listen ein, die am 9. September Prälat Norbert Kleybolt, dem ständigen Vertreter des Diözesanadministrators, übereicht wurden. Bereits zuvor hatte Weihbischof Overbeck ein ausführliches Gespräch mit Pastor Liebens geführt.
Letzten Mittwoch kam es nun zum Gespräch zwischen Overbeck, Kleybolt, Liebens und fünf Vertretern aus der Pfarrei, in dem Gegner wie Befürworter ihre Standpunkte erneut darlegten…Am Ende des Gespräches, habe der Diözesanadministrator folgende Entscheidung getroffen:
“Aufgrund der unentschiedenen Situation wird er der Bitte der einen Seite nicht stattgeben. Ein Pfarrenthebungsverfahren für Herrn Pfarrer Peter Liebens wird nicht auf den Weg gebracht werden. Er ermahnte vielmehr alle Seiten, Wege der Versöhnung zu gehen. Darum sei es zum jetzigen Zeitpunkt angeraten, die langwierigen Streitigkeiten nicht weiter durch Diskussionen etc. anzuheizen”, so der Wortlaut in der Pressemitteilung…
Thursday, Aug 14. 2008 07:43
confessio: Fragen nach Recht, Billigkeit und Nächstenliebe …
… einmal beiseite: Ich frage mich, was den Pfarrer aushalten läßt. Jeder vernünftige Mensch würde hier wohl kein gedeihliches Leben und Arbeiten mehr annehmen und – ungeachtet der Beurteilung und Aufarbeitung – doch einfach sagen: Es geht nicht mehr, ich beginne in einer neuen Gemeinde, wir beginnen mit einem neuen Pfarrer. Welche Ratgeber favorisieren denn einen Pyrrhus-Sieg? Natürlich kann und darf man sich nicht einfach trennen, wenn es Schwierigkeiten gibt: In welchem Chaos endete dann die Diözese (analog zu unserer Gesellschaft angesichts der Scheidungsrate)?! Aber wo es keinen Weg mehr gibt, sondern nur noch Zerstörung, muß neu begonnen werden.
Thursday, Aug 14. 2008 00:51
Baßi: rumpelstilz und confessio
sie scheinen sich ja gut in Münster auszukennen.Die demonstrierenden Gläubigen haben kein Problem mit der Fusion, die liegt schon 7 Jahre zurück. Auch die Neigungen des Pfarrers Liebens sind nicht wirklich ein Problem in unserer Gemeinde. Seine permanente Streitsucht -übrigens von vielen unterschiedlichen Opfern belegt- steht im krassen Widerspruch zu seinen hervorragenden Predigten. Wer die Hand zum Friedensgruß reicht und anschließend nach Ablegung des extravaganten Messgewandes genau das Gegenteil praktiziert, hat seine Glaubwürdigkeit verloren. Wer über 1 1/2 Jahre Gesprächen mit dem Ziel, Einvernehmen zu erzielen aus dem Wege geht, brüstet sich dann noch gegenüber den Medien, dass die andern nicht dialogfähig seien. Nicht die Fusion ist das Problem, sondern der Pfarrer und seine Leitungsgremien verbarrikadieren ich hinter ihrer Mauer des Rechtshabens um jeden Preis, statt erste Schritte zur Versöhnung zu gehen. Ist es für Sie nicht auch merkwürdig, dass sich alle bestürtzt zeigen, dass Katholiken auch mal demonstieren. Nur ihre begründeten Hilferufe will niemand hören, weil sie zu offensichtlich sind. Bevor man dieWahrheit erfragt, macht man sich über diese Gläubigen lustig, steckt sie in die Schublade mit Kriminellen, nur um sich in der Sache nicht mehr mit Ihnen auseinandesetzen zu müssen. Da werden Unterschiftenlisten bei einem Apotheker und auf dem Wochenmarkt ausgelegt, die für diesen Pfarrer werben sollen – seine Dienstpflichtverletzungen aber sind tabu!
Wednesday, Aug 13. 2008 21:54
rumpelstilz: stimme ich voll und ganz zu
der pastor ist angreifbar geworden, aber egal ob er homosexuell ist oder nicht das ist der bereich wo man ihn am meisten verletzen kann der domplatz kann sich besser verschanzen die seilschaften sind sicherer und undurchsichtiger. nochmal, mir ist das eigentlich egal welche sexuelle neigung jemand hat aber die verlogenheit und der druck der daduch entsteht der ist grausam
Wednesday, Aug 13. 2008 21:50
confessio: Auf der einen Seite …
… das Gemeinde-(fusions)-problem, auf der anderen Seite die Probleme des Pastors – und drüber ähnliche Probleme am Münsterer Domplatz. In diesem Problemknoten katalysiert eins das andere, eins lebt vom anderen, eins versteckt sich hinter dem anderen.
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