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Wednesday, July 9. 2008 11:40
Beschimpfungen von der Kanzel
Ein Pfarrer der Erzdiözese Wien hat während der Sonntagspredigt behauptet, daß sein Kaplan homosexuell gestört sei. Nach Angaben der Erzdiözese hat sich der Pfarrer emotional nicht unter Kontrolle.
Pfarrkirche von Hainburg
Pfarrkirche von Hainburg
(kreuz.net, Hainburg) Am 29. Juni verkündete der Pfarrer von Hainburg an der Donau, Hw. Othmar Posch, daß sein Kaplan eine homosexuelle Störung habe.

Das berichtete die österreichische Tageszeitung ‘Kurier’ am Dienstag.

Die 6.000-Seelen-Stadt Hainburg befindet sich im äußersten Osten von Österreich unweit der Grenze zur Slowakei.

Der Kaplan, Hw. Markus-Emmanuel Küng, wurde im Jahr 2003 für die Diözese Basel zum Priester geweiht. Was den Priester in die Erzdiözese Wien verschlagen hat, ist nicht bekannt.

Pfarrer Posch benützte die Predigt der Sonntagsmesse, um seinen Kaplan zu beschuldigen.

Er begann mit der Ankündigung, daß der Kaplan die Pfarrei im Herbst aus persönlichen Gründen verlassen werde.

Der ‘Kurier’ zitiert eine Meß-Besucherin: “Pfarrer Posch sagte, diese Gründe lägen im sexuellen Bereich, denn Kaplan K. fühle sich zu Männern hingezogen.”

“Der Pfarrer meinte weiters, daß es besser sei, wenn K. die Pfarre verlasse, da K. auch mit Kindern zu tun habe.”

Derzeit ist der Kaplan im Urlaub.

Ein Mitglied des Pfarrgemeinderates sagte vor der in ganz Österreich gelesenen Zeitung: “Ich hoffe, er erfährt nix.”

Der ‘Kurier’ hat herausgefunden, daß die Sache dem Pfarrer inzwischen leid tut.

Nach Rücksprache mit der Erzdiözese Wien dürfe er aber zu den Vorwürfen keine Stellungnahme mehr abgeben.

Der Pressesprecher der Erzdiözese, Erich Leitenberger, versuchte vor dem ‘Kurier’ zu beschwichtigen: “Es gab offenbar Unstimmigkeiten im persönlichen Bereich.”

Diese hätten sich bei der Messe “emotional entladen”.

Ab 1. September wird der Kaplan eine neue Stelle antreten. Da der Pfarrer von Maissau – 60 Kilometer nordwestlich von Wien – kürzlich gestorben ist, wird Hw. Küng dessen Nachfolge antreten.

Leitenberger bezeichnet Kaplan Küng als “unbescholten”. Die Einhaltung des Zölibats sei “auf Herz und Nieren” überprüft worden.

Jetzt möchte der Pressesprecher, daß “nicht zu viel Wind um die Sache” entsteht.

© Titelbild: Wizzard, CC
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Monday, July 14. 2008 17:02
Bruder_Sodom: ***Rache***
Na der Kaplan, Hw. Markus-Emmanuel Küng wird die von Pfarrer Posch angebotene (erotische)Partnerschaft abgelehnt haben,…und das is wohl die Rache jetzt!
Saturday, July 12. 2008 14:35
wienrob: Inquisition
Ich war fassunglos als ich von diese inquisitatorischen Hetzpredigt des Hainburger Pfarrers Posch gehört habe. Leben wir im Mittelalter od. im 21. Jahrhundert? Ich habe den jungen Kaplan selbst bei Messen und der Seelsorge kennengelernt. Die röm-kathol. Kirche wäre zu gratulieren wenn sie mehrere solche Männer hätte, die diesen Beruf als Berufung sehen so wie der junge Kaplan Christentum aktiv leben. Jeder Mensch hat eine sexuelle Orientierung, dass ist richtig. Priester müssen das Zölibat leben. Ob das richtig ist od. nicht bleibt jeden selbst überlassen. Jedoch einen jungen nicht anwesenden Kaplan von seinem eigenen Vorgesetzten über die Kanzel dies vorzuwerfen, selbst ihn in die Nähe von Kindesmissbrauch zu stellen, ist unglaublich gemein und sollte von der Kirchenleitung mit einschneidenden Konsequenzen bedacht werden. Gott schuf den Menschen, auch den homsexuellen Menschen od. hat sich Gott in seiner Schöpfung geirrt? Wohl kaum. Die Lehre des Christentums zu den Menschen bringen ist die Aufgabe eines Priesters. Wie man hört ist der Hainburger Pfarrer eher ein Seitenblickepfarrer und zählt die Seiten wie oft er in der lokalen Presse abgebildet ist. Kein Vorwurf – nur eine Feststellung. Sünder sind wir alle, ausnahmslos. Ich wünsche dem jungen Kaplan in seiner neuen Gemeinde alles Gute und beglückwünsche diese Gemeinde zu diesen Priester, der diesen Namen verdient und von denen es leider zu wenige gibt. Alles Gute
Friday, July 11. 2008 09:51
Michael Tfirst: Leitenberger’s Vasallenpflicht für Graf Schönborn
Prof. Leitenberger mit seinen Kathpress- uns Kathweblügen ist nur dem Kardinal Schönborn dienlich, damit dieser Papst wird und sonst nichts (Vasallenpflicht für den Grafen). Erich Leitenberger wird zitiert, dass er zu beschwichtigen versuchte mit den Worten: “Es gab offenbar Unstimmigkeiten im persönlichen Bereich.”

Zur Zeit läuft wieder eine Anzeige wegen Vertuschung von sex. Missbrauchsfällen gegen Kardinal Schönborn. Diese Anzeige wurde vor 2 Wochen im Bezirksgericht Floridsdorf eingebracht und sie hat auch bereits eine Aktenzahl.

In Österreich wird in allen Fällen von sexuellem Missbrauch durch die (zu vielen) vorhandenen PÄDOHOMO-Geistlichen und auch ehrenamtlichen Mitarbeitern der kath. Kirche vertuscht, vertuscht und vertuscht. Mein Kampf für Aufklärung (für die tausenden sex. Missbrauchsopfer der kath. Kirche in Österreich) wird bald von großem Erfolg gekrönt werden…

Leitenberger versuchte mich im September 2004 in einem Schreiben an den ORF, in all meinen Vorwürfen, als völlig unglaubwürdig darzustellen, nur weil ich ein einziges Mal selber einer Fehlinformation aufgesessen bin und Hw Mag. Helmut Schüller als ein Mitglied des Opus Dei bezeichnete.

Prof. Leitberger versuchte hervorzuheben, dass das niemals stimmen könne, zumal Schüller, wie Leitenberger schrieb “dem Klerus der Erzdiözese angehört”. Aber ich weiß, dass Schönborn im Kreis seiner engsten Mitarbeiter etliche Opus Dei Leute hat.

http://…ichaeltfirst.blogspot.com/

MfG
Michael Tfirst
Friday, July 11. 2008 08:38
Fairplay1: Ohne Beweise zunächst mal unschuldig
Der arme Kaplan, da ich die Beteiligten nicht kenne, kann ich mir kein Urteil erlauben.

Doch man könnte ja fast meinen, der alte Pfarrer wäre selbst am Kaplan interessiert gewesen, zu sehr erinnert mich diese billige Bloßstellung vor der Gemeinde an jemanden, der einen Korb gekriegt hat. Ist Herr Pfarrer auch homosexuell? Oder fühlt er unterdrücktes Begehr?

Ist der Kaplan gar nicht homosexuell, sondern nur beliebter in der Gemeinde, ist Herr Pfarrer nur eifersüchtig, nicht mehr der alleinige Herrscher im Ort zu sein?

Wie auch immer: falls der Kaplan sich etwas zu schulden hat kommen lassen, wäre der einzige richtige Weg gewesen, dass der Pfarrer das Gespräch sucht mit dem Kaplan, weiterhin mit Vorgesetzten.
Eine Bloßstellung vor der Gemeinde!!! Hallo? Wie war das mit dem “wer ohne Sünde ist…”?
Ein schlechtes Beispiel für die Gemeinde, das da der Pfarrer gezeigt hat: SO GEHT MAN NICHT MIT SÜNDERN UM.

DER HERR HASST DIE SÜNDE, ABER ER LIEBT DEN SÜNDER. Herr Pfarrer hasst wohl beides.
Thursday, July 10. 2008 17:43
Christian Klein: Ehe wem Ehe gebührt
“Verheiratet sein” meint hier eine etwas andere Form der Ehe, die über den Tellerrand des früher mal festen Gefüges “Frau-Mann-Kind” hinausblickt. “Mit jemandem zusammen leben” reduziert sich ja nicht ausschließlich auf Sexualleben. Womit auch die gleichgeschlechtliche Ehe vergleichbar ist.
Vielleicht hatte der randalierende Pfarrer bloß ein Begriff-Chaos?
Thursday, July 10. 2008 16:34
sportgayfan: @wunderkind
Was wohl Christus dazu sagen würde dass alle Priester mit ihm verheiratet sind.Der arme Kerl
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