Heiliges Brot essen und Traubensaft trinken
Nach dem Konzil wurde der “Mahlcharakter” der Heiligen Messe entdeckt und verabsolutiert. Eine Folge davon: Am Weißen Sonntag wird den Kommunionkindern ein dünnes Süppchen serviert.
(kreuz.net) Unter dem Titel “Zum ersten Mal heiliges Brot gegessen” berichtete der Regionalteil der ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’ am 2. April über den vergangenen Weißen Sonntag.
Der Artikel zitiert ein neunjähriges Kommunionkind, das vor der Feier offenbar genau wußte, was ihm bevorsteht:
“Da kriegen wir Hostien und Traubensaft. Alle werden vorgestellt. Es werden Photos gemacht. Dann sagt der Pfarrer »Alles Gute zur Kommunion«” – zitiert die Zeitung den Kleinen.
Der Erstkommunikant gehörte zu 23 Kindern in der Kirche Sankt Johannes im Frankfurter Stadtteil Goldstein. Frankfurt gehört zum Bistum Limburg.
Was die Kommunion bedeute, haben diese Kinder – nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen’ seit dem Herbst intensiv gelernt.
Den Unterricht leitete die Gemeindereferentin Christine Sauerborn-Heuser mit anderen Frauen. In einer der letzten Stunden vor dem großen Tag wurde den Erstkommunikanten noch einmal erklärt, worum es angeblich geht.
Die ‘Frankfurter Allgemeine’ zitiert: “Bei eurer Erstkommunion dürft ihr zum ersten Mal das heilige Brot essen. Danach könnt ihr das so oft wiederholen, wie ihr wollt, und euch dabei immer an Jesus erinnern. Ich finde, das tut gut.”
Das lateinische Wort “communio” bedeute auf Deutsch “Gemeinschaft”.
Darum sei es für die Kommunionkinder bei der Vorbereitung am wichtigsten, Gemeinschaft zu erfahren – erklärt die Gemeindereferentin weiter: “die Gemeinschaft untereinander, die Gemeinschaft mit anderen Christen und die Gemeinschaft mit Gott”.
Dann berichtet der Artikel, daß die Kinder “früher” hätten beichten müssen, bevor sie zur Kommunion gehen durften. Die Zeitung zitiert dazu eine Erstkommunikantin: “Meine Mutter hat mir davon erzählt«, sagt Samantha. »Sie mußte damals zugeben, was sie Böses getan hatte«.”
Der kleinen Samantha scheint man schon gehörig Angst vor ihrem Schatten eingeimpft zu haben: “Wenn ich laut sagen müßte, was ich schon Böses getan habe, das wäre nicht so schön” – wird sie von der Zeitung zitiert.
Doch die komplexierte Kleine braucht sich nicht zu fürchten: Statt der “Beichte beim Pfarrer” gibt es in der Gemeinde Sankt Johann für die Kinder einen abstrakten “Versöhnungsgottesdienst”.
Darin wird darüber theoretisiert, was man machen kann, wenn Freundschaften zerbrechen, wenn man schuldig wird und wie Konflikte meistern.
Ein Erstkommunikant erklärt, bei der Vorbereitung, viel über Gott gelernt zu haben. Eine andere hat dabei neue Freunde gefunden.
Sie will auch nach der Kommunion in die Kirche gehen, findet es aber schade, daß ihre moslemische Freundin nicht Kommunion feiern kann.
Der Artikel zitiert ein neunjähriges Kommunionkind, das vor der Feier offenbar genau wußte, was ihm bevorsteht:
“Da kriegen wir Hostien und Traubensaft. Alle werden vorgestellt. Es werden Photos gemacht. Dann sagt der Pfarrer »Alles Gute zur Kommunion«” – zitiert die Zeitung den Kleinen.
Der Erstkommunikant gehörte zu 23 Kindern in der Kirche Sankt Johannes im Frankfurter Stadtteil Goldstein. Frankfurt gehört zum Bistum Limburg.
Was die Kommunion bedeute, haben diese Kinder – nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen’ seit dem Herbst intensiv gelernt.
Den Unterricht leitete die Gemeindereferentin Christine Sauerborn-Heuser mit anderen Frauen. In einer der letzten Stunden vor dem großen Tag wurde den Erstkommunikanten noch einmal erklärt, worum es angeblich geht.
Die ‘Frankfurter Allgemeine’ zitiert: “Bei eurer Erstkommunion dürft ihr zum ersten Mal das heilige Brot essen. Danach könnt ihr das so oft wiederholen, wie ihr wollt, und euch dabei immer an Jesus erinnern. Ich finde, das tut gut.”
Das lateinische Wort “communio” bedeute auf Deutsch “Gemeinschaft”.
Darum sei es für die Kommunionkinder bei der Vorbereitung am wichtigsten, Gemeinschaft zu erfahren – erklärt die Gemeindereferentin weiter: “die Gemeinschaft untereinander, die Gemeinschaft mit anderen Christen und die Gemeinschaft mit Gott”.
Dann berichtet der Artikel, daß die Kinder “früher” hätten beichten müssen, bevor sie zur Kommunion gehen durften. Die Zeitung zitiert dazu eine Erstkommunikantin: “Meine Mutter hat mir davon erzählt«, sagt Samantha. »Sie mußte damals zugeben, was sie Böses getan hatte«.”
Der kleinen Samantha scheint man schon gehörig Angst vor ihrem Schatten eingeimpft zu haben: “Wenn ich laut sagen müßte, was ich schon Böses getan habe, das wäre nicht so schön” – wird sie von der Zeitung zitiert.
Doch die komplexierte Kleine braucht sich nicht zu fürchten: Statt der “Beichte beim Pfarrer” gibt es in der Gemeinde Sankt Johann für die Kinder einen abstrakten “Versöhnungsgottesdienst”.
Darin wird darüber theoretisiert, was man machen kann, wenn Freundschaften zerbrechen, wenn man schuldig wird und wie Konflikte meistern.
Ein Erstkommunikant erklärt, bei der Vorbereitung, viel über Gott gelernt zu haben. Eine andere hat dabei neue Freunde gefunden.
Sie will auch nach der Kommunion in die Kirche gehen, findet es aber schade, daß ihre moslemische Freundin nicht Kommunion feiern kann.
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Sunday, April 6. 2008 11:55
Marcelus: @Gunsenum: Eine Polka hat in einem katholischen Meßopfer
nichts verloren.
Offensichtlich ist Ihre Aufzeichnung auch aus keinem anderen Gottesdienst,
sondern aus einem fehlplatzierten Konzert in einer Kirche.
Offensichtlich ist Ihre Aufzeichnung auch aus keinem anderen Gottesdienst,
sondern aus einem fehlplatzierten Konzert in einer Kirche.
Friday, April 4. 2008 21:07
Burgorus: @Landorganist: Wie man nur soviel Krampf auf einmal zusammensemmeln kann!
“Die schönen Beichtzimmer kommen zu spät!” So ein Schmarrn. Bei uns gibt es viele Leute, die, wenn sie nicht in den Beichtstuhl gehen können, sagen: “Dann fahr ich wo anders hin!” Die Leute wollen nicht direkt dem Priester von Angesicht zu Angesicht wie in einem Wirtshausgespräch gegenübersitzen. Eine gewisse heilige Atmosphäre und ein gewisses Gefühl der Anonymität ist äußerst wichtig! Beichte und Wirtshausgespräch müssen sich auch in der äußeren Form unterscheiden, wenn die Beichte ernst genommen werden will.
Thursday, April 3. 2008 15:23
Alkuin: Rohrstock Trauma
Die “Rohrstock Mentalität” der Deutsche Zucht und Ordnung Erziehung hat nicht halt vor dem Pfarrhaus gemacht. Sie ist aber keines Wegs der Maßstab für die weltweite Jugend Katechese der Kirche.
Thursday, April 3. 2008 13:34
LandorganistII: Nix da,
ich erinnere mich noch gut an meine Beichten aus Kindertagen. Da saßen wir dann alle mehr oder weniger
ängstlich vor dem Beichstuhl, der aber wenigstens schon Türen hatte, damit nicht jeder mithören konnte…drin
war es dunkel, muffig und unangenehm. Von der befreienden Wirkung der Lossprechung war jedenfalls nix
zu spüren. Nachher haben wir uns dann erzählt, wer wieviele Vaterunser abzubeten hatte…Kein Wunder
dass heute kaum noch einer beichten geht…die schönen Beichtzimmer kommen zu spät.
Erst Jahrzehnte später wurde ein wunderschönes Beichtzimmer mit Blick auf den Hochaltar in einer Seitenkapelle eingerichtet.
Erst Jahrzehnte später wurde ein wunderschönes Beichtzimmer mit Blick auf den Hochaltar in einer Seitenkapelle eingerichtet.
Thursday, April 3. 2008 13:19
Benedikt: @ Landorganist
Was waren das früher doch für gute Zeiten!
Also sogar bei unserem spätberufenen liberalen Pfarrer stand vor der Erstkommunion die Beichte.
Nichts eignet sich besser als der Rohrstock, um die Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Altarsakrament einer Kinderseele einzubläuen.
Die Missstände der Seelsorge bestreite ich nicht. Doch das heutige Tun ist auch wirkungslos. Denn um Ehrfurcht vor dem Altarsakrament zu bekommen muss man den Kindern zumindest mal deutlich erklären, worum es sich bei der Kommunion überhaupt handelt.
Dann folgte die Beichte im möglichst dunklen, muffigen und unbequemen Beichtstuhl. Schnell das Übliche heruntergerasselt,
So war das vielleicht bei den Erwachsenenbeichten.
Und dann dieses alberne Gemeinschaftsgefasel.
Nichts gegen die Gemeinschaft. Aber die Gemeinschaft ist nicht alles. Es ist leider heute oft so, dass unter Gemeinschaft die Ortsgemeinschaft verstanden wird. Folge: Werden Gemeinden zusammengelegt, bleiben die Gläubigen fern. Es handelt sich schließlich nicht mehr um ihre Gemeinschaft. Die Kirche ist doch kein spiritueller Ortsverein.
Früher las jeder für sich in seinem Messbüchlein um zu verstehen, was vorne passierte, oder einfacher: unter der Messe betete man den Rosenkranz!
Ach wissen Sie, unsere Katechetinnen haben zu 80% nicht mal ein Gesangbuch dabei. Die sind noch passiver als die Rosenkranzbeter. Und fragen Sie mal die Kinder, warum da gebimmelt wird…
Also sogar bei unserem spätberufenen liberalen Pfarrer stand vor der Erstkommunion die Beichte.
Nichts eignet sich besser als der Rohrstock, um die Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Altarsakrament einer Kinderseele einzubläuen.
Die Missstände der Seelsorge bestreite ich nicht. Doch das heutige Tun ist auch wirkungslos. Denn um Ehrfurcht vor dem Altarsakrament zu bekommen muss man den Kindern zumindest mal deutlich erklären, worum es sich bei der Kommunion überhaupt handelt.
Dann folgte die Beichte im möglichst dunklen, muffigen und unbequemen Beichtstuhl. Schnell das Übliche heruntergerasselt,
So war das vielleicht bei den Erwachsenenbeichten.
Und dann dieses alberne Gemeinschaftsgefasel.
Nichts gegen die Gemeinschaft. Aber die Gemeinschaft ist nicht alles. Es ist leider heute oft so, dass unter Gemeinschaft die Ortsgemeinschaft verstanden wird. Folge: Werden Gemeinden zusammengelegt, bleiben die Gläubigen fern. Es handelt sich schließlich nicht mehr um ihre Gemeinschaft. Die Kirche ist doch kein spiritueller Ortsverein.
Früher las jeder für sich in seinem Messbüchlein um zu verstehen, was vorne passierte, oder einfacher: unter der Messe betete man den Rosenkranz!
Ach wissen Sie, unsere Katechetinnen haben zu 80% nicht mal ein Gesangbuch dabei. Die sind noch passiver als die Rosenkranzbeter. Und fragen Sie mal die Kinder, warum da gebimmelt wird…
Thursday, April 3. 2008 10:56
LandorganistII: Auf vielfachen Wunsch
Wallfahrtslied eines Tradis, zu singen nach GL 291
Lobpreiset unsern Bahaldachin,
tragt seinen Ruhum zum Hihimmel hin,
freut euch an Rüschen und Spitzen Zier,
nur deshalb seheid ihr alle doch hier.
Der NOM uns nichts zu bihieten hat,
der Ritus ist für uns zu platt,
wir werden glücklich mit unserm Tant,
am Ende zeigt sich was hat Bestand!
Lobpreiset unsern Bahaldachin,
tragt seinen Ruhum zum Hihimmel hin,
freut euch an Rüschen und Spitzen Zier,
nur deshalb seheid ihr alle doch hier.
Der NOM uns nichts zu bihieten hat,
der Ritus ist für uns zu platt,
wir werden glücklich mit unserm Tant,
am Ende zeigt sich was hat Bestand!
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